PfadnavigationHomeDebatteKolumnenZippert zapptArtikeltyp:SatireZippert zapptWenn neugierige Bürger den Staat nervenStand: 15:36 UhrWELT-Kolumnist Hans ZippertQuelle: Martin U. K. Lengemann/WELTDas Informationsfreiheitsgesetz will Schluss machen mit der Fragerei.Kernpunkt des legendären 34-Punkte-Programms „für Aufschwung und Beschäftigung“ ist die Reform des Informationsfreiheitsgesetzes. Nur Personen, die ein „berechtigtes Interesse“ haben, soll in Zukunft Auskunft erteilt werden. Das spart Personal und Geld, das man für Rüstung und externe Berater dringender benötigt. Der Staat muss nur noch in absoluten Ausnahmefällen Auskünfte erteilen, denn wer kann schon ein wirklich berechtigtes Interesse nachweisen? In den meisten Fällen handelt es sich um schlichte Neugier, pure Sensationslust oder penetrante Wichtigtuerei.Was soll die ständige Fragerei, die Vertreter des Staates können sich doch vieles selber nicht erklären, und am Ende müssten noch mehr externe Berater eingestellt werden, um Fragen neugieriger Bürger zu beantworten. Jetzt meldet sich die SPD zu Wort und behauptet, sie habe von diesen Reformplänen nichts gewusst. Man sieht, die Einschränkung der Informationsfreiheit läuft schon jetzt ganz hervorragend. Die Union hat die SPD ganz bewusst nicht informiert, damit die Partei gleich begreift, wie das neue Gesetz funktioniert.