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Editorial: Ein Plädoyer für die Bürokratie Das Informationsfreiheitsgesetz ist ein Bürokratiemonster, kostet viel Steuergeld und bindet Personal. Trotzdem sollte es so bleiben, wie es ist.

Martin Knobbe 10.07.2026 - 08:05 Uhr Artikel anhörenMartin Knobbe, stellv. Chefredakteur Handelsblatt Foto: Max BrunnertFür gewöhnlich lesen Sie an dieser Stelle Plädoyers für einen schlankeren Staat, gegen ausufernde Bürokratie, für weniger Staatsausgaben. Heute ist das anders.Die schwarz-rote Koalition hat ein 34-Punkte-Paket vorgelegt. Einige Maßnahmen zum Bürokratieabbau sind dabei, es sind wohl die stärksten des Programms, etwa die Abschaffung von Berichtspflichten für Unternehmen oder das Versprechen, acht Prozent des Personals in Behörden und Ministerien des Bundes abzubauen. Alles vernünftige Vorschläge.In Punkt 32 kündigt die Koalition an, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) „weiterzuentwickeln und an aktuelle Herausforderungen anzupassen“. Klingt progressiv. Tatsächlich aber geht es wohl darum, die Informationsfreiheit einzuschränken.Dass wir einen solchen Schritt als Journalisten, deren Grundlage die Recherche ist, nicht gut finden, liegt nahe. Aber die Bedenken reichen über unser pures Eigeninteresse hinaus.Wenn einer Demokratie das Vertrauen ihrer Bürgerinnen und Bürger abhandenkommt, ist es vielleicht nicht die beste Idee, die eigene Transparenz zu beschneiden. Populistische Narrative von Hinterzimmerpolitik und Elitenkungelei bekommen so nur neuen Stoff. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt