Rechtsextreme im Wahlkampf: AfD-Landesparteitag beschließt Machtübernahme im September
Sachsen-Anhalts AfD wählt mitten im Wahlkampf den Vorstand neu und verkündet ein 100-Tage-Programm. Es beinhaltet viel Ideologie und nichts Soziales.
Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erreichte als Beisitzer im Landesvorstand mit 99,48 Prozent ein sozialistisches Ergebnis
Christian Mang/reuters
Welche Partei riskiert zwei Monate vor einer „Schicksalswahl“ noch eine Neuwahl des Parteivorstandes? Die AfD Sachsen-Anhalt hätte dafür laut Satzung noch bis zum Jahresende Zeit gehabt. Aber die Rechtsextremen rechnen siegesgewiss damit, sofort nach der Landtagswahl am 6. September ohne lästige Koalitionsverhandlungen die alleinige Macht zu übernehmen. Für einen Landesparteitag im Herbst bleibe dann keine Zeit, ist aus AfD-Kreisen zu hören – auch wenn in Umfragen noch ein paar wenige Prozentpunkte zur absoluten Mehrheit fehlen. Deswegen traf man sich schon diesen Samstag in Magdeburg.










