PfadnavigationHomeSportFußballWMPressestimmen„Argentinien siegte mit zwölf Mann. Das werden die Verschwörungstheoretiker behaupten“Stand: 08:52 UhrLesedauer: 6 MinutenArgentinien setzt sich dank eines traumhaften Schlenzers in der Verlängerung gegen zehn Schweizer durch und steht im Halbfinale. Zuvor flog Embolo wegen einer dämlichen Schwalbe vom Platz. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.Nach zwei Zittersiegen in den ersten beiden K.-o.-Runden hat Argentinien im Viertelfinale wieder viel Mühe. Die Schweiz erweist sich lange als unbezwingbar, schwächt sich aber durch Dummheit selbst, wie die internationalen Kommentatoren urteilen.Messis grandiose Tor-Serie ist beendet – aber der Titel-Traum lebt. Argentinien durfte auch ohne einen weiteren Geniestreich seines Superstars jubeln. Der Titelverteidiger setzte sich in Kansas City gegen die Schweiz durch, obwohl Kapitän Messi nach neun WM-Spielen in Serie mit mindestens einem eigenen Treffer erstmals wieder ohne Tor blieb. Im Halbfinale trifft der Titelverteidiger nun am Mittwoch (21.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) auf England, das ebenfalls in der Verlängerung Norwegen glücklich mit 2:1 besiegte.Für die Entscheidung sorgten Julian Alvarez mit einem Traumtor in der 112. Minute und Lautaro Martínez (120.+1). Der 39-jährige Messi hatte im Football-Tempel der Kansas City Chiefs das 1:0 durch Alexis Mac Allister (10.) per Eckball vorbereitet. Dan Ndoye erzielte vor 69.045 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich (67.).In der 72. Minute sah Breel Embolo nach einer Schwalbe und einem VAR-Einsatz die Gelb-Rote Karte. Die Verwarnung für Argentiniens Leandro Paredes wurde zurückgenommen und der Schweizer vom Platz gestellt. Es war wohl spielentscheidend, wie viele internationale Kommentatoren urteilten. Ein Überblick.ArgentinienPagina12: „Herzlich willkommen, ihr Torschützen, wir haben schon auf euch gewartet. Eine Mannschaft, die nicht weiß, wie man gewinnt, ohne ein ganzes Land leiden zu lassen. Es war ein sehr schlechtes Spiel, in dem sich jedoch alle neun Spieler von ihrer besten Seite zeigten, als alles auf ein Elfmeterschießen hindeutete. Am Mittwoch gegen England, nicht weniger.“La Nación: „Im Halbfinale! Dank eines Traumtores von Julián Álvarez gewann Argentinien gegen die Schweiz ein Spiel, das alles zu bieten hatte, und trifft nun auf England.“ Clarín: Argentinien besiegt die Schweiz in Kansas City mit viel Leiden 3:1. Das Spiel schien auf ein Elfmeterschießen hinauszulaufen, als Julián Álvarez und Lautaro Martínez auf den Plan traten.“Lesen Sie auchBuenos Aires Herald: „Es war Stürmer Julián Álvarez, der in der 112. Minute der Verlängerung schließlich den Bann brach. Das ehemalige Wunderkind von River Plate nahm den Ball am Strafraumrand an und erzielte eines der schönsten Tore des Turniers, als er einen unhaltbaren Schuss in die rechte obere Ecke des Tores versenkte.“Diario Popular: „Im Viertelfinalspiel der Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und der Schweiz spielte der VAR die Hauptrolle. Bei einem Stand von 1:1 entschied Schiedsrichter Joao Pinheiro nämlich, Breel Embolo vom Platz zu stellen, nachdem er zuvor eine Gelbe Karte gegen Leandro Paredes wegen einer Schwalbe des Schweizer Spielers zurückgenommen hatte.“La Capital: „Argentinien musste gegen die Schweiz in Kansas erneut unbeschreiblich leiden, besiegte sie jedoch in der Verlängerung mit 3:1 und trifft nun im Halbfinale auf England, um erneut den Einzug ins Finale zu schaffen.“SchweizBlick: „Alvarez bricht die Schweizer Herzen in der Verlängerung. (...) Das darf doch nicht wahr sein! Über 124 Minuten lang – die Hälfte davon in Unterzahl – liefert sich die Nati mit Argentinien ein Duell auf Augenhöhe. Doch weil Alvarez den Weltmeister kurz vor Ablauf der Verlängerung mit einem Weltklasse-Tor zum 2:1 schießt, platzt der Traum vom ersten Schweizer WM-Halbfinal der Geschichte.“NZZ: „Mit seinem Platzverweis erweist Breel Embolo dem Team einen Bärendienst.“Tagesanzeiger: „Die Schweizer dürfen hadern mit diesem Ende, und das werden sie auch tun. Die Chance war da, ein ohnehin großes Turnier noch etwas größer werden zu lassen. Sie werden sich fragen, was wohl gewesen wäre, wenn es nicht diesen Platzverweis im Viertelfinal gegen Breel Embolo gegeben hätte. Aber mit ein bisschen Abstand werden sie verstehen, was ihnen in Nordamerika gelungen ist.“EnglandDaily Mirror: „England trifft im Halbfinale der Weltmeisterschaft auf Argentinien, nachdem sich der Titelverteidiger in Kansas dank eines Traumtores von Julian Alvarez gegen die Schweiz durchgesetzt hat.“The Telegraph: „Es hat mehr als zwei Jahrzehnte gedauert, doch nun steht für England endlich das Duell mit Lionel Messi an. Der 206. Länderspieleinsatz in der Karriere des 39-Jährigen wird sein erster gegen England sein, nachdem seine Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft einen weiteren dramatischen Sieg errungen hat. Ausnahmsweise war es nicht Messi, der diesen Viertelfinalsieg angeführt hat. Die kleine Nummer 10 steht zwar weiterhin im Mittelpunkt, doch dieser Sieg hat erneut gezeigt, dass die argentinische Nationalmannschaft mit Julian Alvarez über ein weiteres Offensivtalent von Weltklasse verfügt.“The Sun: „Argentinien siegte mit zwölf Mann gegen die auf zehn Mann reduzierte Schweiz, sicherte damit Lionel Messis WM-Karriere fort – und sorgte für ein Duell mit England. Zumindest werden das die Verschwörungstheoretiker behaupten, nachdem der Schweizer Stürmer Breel Embolo nach einer VAR-Überprüfung wegen einer Schwalbe die zweite Gelbe Karte erhalten hatte.“Lesen Sie auchThe Guardian: „Argentinien bleibt im Rennen. Die Mannschaft ist seit dem Turnier 2022 in Katar in bemerkenswerten 12 WM-Spielen ungeschlagen, und ihr Traum, als erste Mannschaft seit Brasilien 1962 zweimal hintereinander Weltmeister zu werden, lebt weiter. Alles, was vor diesem Spiel gesagt wurde – dass dieser Spielstil zwar für spannende Dramatik und fesselnde Geschichten sorgt, aber auch seine Schwächen hat –, scheint nach dieser Partie nach wie vor zuzutreffen.“SpanienAs: „Argentinien hat neun Leben, einen VAR, der ihm immer zu Hilfe eilt, eine Legende wie Messi und nun auch noch die Spinne – das Insekt, das schon eine Weile nicht mehr zugeschlagen hatte und genau dann auftauchte, als es am dringendsten gebraucht wurde. Ein atemberaubendes Tor von Julián Álvarez – ein teuflischer Schuss, der sich in den oberen Winkel schmiegte – bewahrte den Titelverteidiger vor dem Elfmeterschießen und sicherte ihm den Einzug ins Halbfinale, wo er auf keinen Geringeren als England trifft. Das Spiel hatte alles: Kontroversen, Spannung und eine Entscheidung in der Verlängerung, aus der die Albiceleste erneut als Sieger hervorging.“ (Der Spitzname von Alvarez ist „die Spinne“, die Redaktion)Marca: „Die Champions fühlen sich unbesiegbar. Ein atemberaubendes Tor von Julián in der Verlängerung bringt Argentinien ins Halbfinale gegen eine auf zehn Mann reduzierte Schweizer Mannschaft.“ItalienCorriere dello Sport: „Argentinien, Lauf und Tränen: Julian Alvarez und Lautaro schicken Messi nach 120 Minuten ins Halbfinale.“FrankreichL'Équipe: „Wieder am Abgrund, aber immer noch da. Argentinien hat sich nicht den einfachsten Weg ausgesucht, doch es geht weiter und der Traum vom Double lebt.“USAThe Athletic: „Vielleicht wollte es Messi zu sehr. Oder vielleicht – und das ist wahrscheinlicher – war es einfach zu viel verlangt von einem 39-Jährigen, der vor acht Tagen 120 Minuten in einem K.-o.-Spiel absolviert hatte, am Dienstag weitere 90 Minuten und hier erneut 120 Minuten zu absolvieren, um Argentinien wieder einmal zum Sieg zu führen. So oder so lebt sein Traum von der Weltmeisterschaft weiter.“pk