Am Samstag stand die achte Etappe der Tour de France an: Gut 180 Kilometer von Périgueux nach Bergerac, der dritte Sprint in nur vier Tagen. Max Kanter wird Neunter – hinter dem deutschen Konkurrenten Pascal Ackermann (7.). Nach Rang zwei in Pau und vier in Bordeaux ist das mager, aber immer noch ein Top-Ten-Ergebnis.Dabei arbeitet sein Team XDS Astana fehlerfrei. „Eigentlich haben wir einen guten Job gemacht, haben uns aus dem größten Gewusel rausgehalten“, sagt Kanter der OAZ, „aber in den letzten 500 Metern waren wir schon fast zu gut positioniert.“ Als Mathieu van der Poel Jasper Philipsen nach vorn zieht, will Kanter sich anhängen. Doch van der Poel schert aus; von links drängen die anderen Sprinter heran. „Ich war komplett blockiert und musste dreimal meinen Sprint starten, und dann war die Ziellinie schon da.“ Für einen Sprinter ist das wiederholte Anfahren fast tödlich: Jedes Mal geht Tempo verloren, das nicht mehr aufzuholen ist. Dass seine Freundin an der Strecke steht, tröstet über das Pech nur wenig.Den Sieg holt sich nach 3:52:50 Stunden zum zweiten Mal in Folge Tim Merlier (Soudal Quick-Step) vor Biniam Girmay und Pau-Sieger Olav Kooij. Der Belgier geht spät in den Wind und erreicht 72,2 Kilometer pro Stunde.
Max Kanter auf Tour – Et. 8: 38 Grad im Schatten und dann auch noch sprinten
Berliner Zeitung - Nachrichten aus Berlin















