Gestern Abend ging der NATO-Gipfel zu Ende, und glaubt man US-Präsident Donald Trump, ist das Verteidigungsbündnis für sein Land weiterhin ein sehr schlechtes Geschäft: Die Mitgliedsstaaten zahlen noch immer zu wenig, wie er regelmäßig moniert, und auch in dem von ihm begonnen Krieg in Iran standen die Europäer den Amerikanern nicht zur Seite. „Italien hat uns hängen lassen, Deutschland hat uns hängen lassen, Frankreich hat uns hängen lassen“, ließ Trump am Rande eines Treffens mit Gastgeber Recep Tayyip Erdoğan verlauten. Auch über die Haltung der NATO-Partner bei der Grönlandfrage sei er nicht glücklich. Hätte der Gipfel nicht in der Türkei stattgefunden – wo sein Freund, der türkische Staatschef, zufällig ein sehr starker Führer und eine sehr starke Persönlichkeit sei –, wäre er möglicherweise gar nicht angereist.