Initiator ist demnach der CDU-nahe Investor Christian Miele. In dem Schreiben heißt es, Wegners Aussagen zu seinem Handeln am ersten Tag des Stromausfalls seien »wahrheitswidrig« gewesen. Wörtlich heißt es: »Was seither geschah, ist keine Frage der Bewertung mehr. Es ist aktenkundig, festgestellt durch behördliche Protokolle, deren Herausgabe das Verwaltungsgericht Berlin erzwingen musste: Am Vormittag des Katastrophentages führten Sie kein einziges dienstliches Telefonat.« Auch der Chef der Jungen Union Berlin hat bereits Wegners Rücktritt gefordert. (Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen.)

In Umfragen hinter LinksparteiHintergrund der Debatten ist das Krisenmanagement Wegners am Tag des folgenreichen Anschlags auf die Berliner Stromversorgung am 3. Januar, in dessen Folge 100.000 Menschen teils tagelang keinen Strom mehr hatten. Wegner war damals in die Kritik geraten, weil er verschwiegen hatte, am ersten Tag der Krise mittags Tennis gespielt zu haben.Nach einem Eilantrag des »Tagesspiegels« musste Wegners Senatskanzlei schließlich zugeben, am 3. Januar vor 12.45 Uhr keine dienstlichen Telefonate zum Blackout geführt zu haben. Gegenüber dem Sender Welt TV hatte er noch behauptet: »Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz.«