Harald Burkart, Chef der Jungen Union Berlins, traut sich als erster hochrangiger Unionist aus der Deckung und fordert den Rücktritt von Kai Wegner als Spitzenkandidat der CDU für die Wahl zum Abgeordnetenhaus.
In seinem Statement, das der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen vorliegt, fordert Burkart: „Kai Wegner sollte heute unmissverständlich erklären, dass er nicht mehr als Spitzenkandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeister bei der Wahl am 20. September 2026 antritt. Er sollte die Spitzenkandidatur jemandem überlassen, der in seiner persönlichen Integrität unangreifbar ist.“
Wegner dürfte CDU „desaströses Wahlergebnis“ bringen
Burkart dürfte vielen aus der CDU-Basis aus dem Herzen sprechen: „Die aktuelle Umfrage zeigt einen deutlichen Vertrauensverlust: Die CDU liegt bei 17 Prozent und damit nur noch auf dem vierten Platz.“ Burkart nennt ursächlich für das Glaubwürdigkeitsdefizit die falschen Aussagen Wegners zu seinem Tagesablauf während des Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang des Jahres.
Burkart: „Die eigentliche Währung der Politik sind nicht Stimmen. Es ist Vertrauen. Und wer diese Währung verspielt, verliert am Ende beides. Durch sein Verhalten in den letzten Monaten hat Kai Wegner die Chancen für viele neue junge Kandidaten für die BVV und das AGH unmöglich gemacht, da sein Vorgehen zu einem für die CDU desaströsen Wahlergebnis führen wird. Die Berliner erwarten von einem Stadtoberhaupt, dass er gelegentlich innehält, eigene Fehler reflektiert und diese nicht vertuscht. Das gilt für den Umgang mit parteiinterner Konkurrenz, dem Parteinachwuchs in der Jungen Union, aber vor allem mit den Wählerinnen und Wähler in Berlin.“











