Autos, Handys oder medizinische Geräte: Viele moderne Produkte enthalten bewusst gestaltete künstliche Klänge. Hinter diesem sogenannten Geräuschdesign steckt oft mehr als reine Ästhetik. Manche Töne sollen beruhigen, andere sollen warnen – und damit den Alltag angenehmer und sicherer machen.

Zum Einsatz kann Geräuschdesign etwa in Zahnarztpraxen kommen. Denn schon der schrille Lärm eines Zahnbohrers kann viele Menschen in Panik versetzen. Ein Forschungsteam um Tomomi Yamada von der japanischen Universität Osaka hat mithilfe von Supercomputern versucht, die Stimmung in Zahnarztpraxen zu verbessern, und dies auf einer Tagung der Acoustical Society of America (ASA) und der Acoustical Society of Japan (ASJ) in Honolulu präsentiert. Die Forschenden analysierten, wie die Luft in und um einen mit Druckluft betriebenen Hochgeschwindigkeitsbohrer strömt und Geräusche erzeugt.

Bei den Bohrern sollte demnach nicht nur die Lautstärke gesenkt, sondern auch die Klangqualität verbessert werden. Tests ergaben überdies, dass gerade Kinder die hochfrequenten Töne als besonders unangenehm wahrnehmen. Das Team arbeitet nun an einem neuen Design, um den Lärm des Bohrers zu minimieren – bei gleicher Leistung des Geräts.