PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsAuf leisen FüßenZF stellt Akustik-Software für Fahrwerke vorVeröffentlicht am 06.01.2026Lesedauer: 3 MinutenDas Fahrwerk kann bei ZF Geräusche minimieren und vorausschauenQuelle: ZFAktuelle Noise-Cancelling-Technik arbeitet in der Regel mit Gegenschall per Lautsprecher. ZF bekämpft Lärm stattdessen direkt an der Quelle – und bettet den Ansatz in seine Software-Strategie fürs „digitale Fahrwerk“ ein.SP-X/Las Vegas. Per Software will ZF störende Reifengeräusche aus dem Fahrzeuginnenraum fernhalten. Die nun auf der Elektronikmesse CES (bis 7. Januar) vorgestellte „Active Noise Reduction“ richtet sich gegen die Geräusche, die entstehen, wenn die Luftsäule im Reifen in Schwingung gerät und sich diese über Fahrwerksbauteile ins Auto übertragen. „Cavity Noise“ heißt das ungewollte Phänomen im Fachjargon.
Anders als bisherige Akustiklösungen kommt die Technik ohne zusätzliche Hardware wie Lautsprecher oder Mikrofone aus. ZF setzt stattdessen auf die Sensorik und Aktuatorik, die im Fahrwerk ohnehin vorhanden ist – den sogenannten „Smart Chassis Sensor“ mit integriertem Beschleunigungssensor. Er erfasst die vom Reifen ins Fahrwerk eingeleiteten Schwingungen. In einer Steuereinheit werden die Daten analysiert, ein Algorithmus erkennt die typischen Muster des „Cavity Noise“ und erzeugt ein phaseninvertiertes Gegensignal. Dieses wird in die semiaktiven Dämpfer eingespielt, die dann mit Mikrobewegungen das Störgeräusch reduzieren. Dadurch kann sich die Geräuschminderung direkt dort entfalten, wo die Schwingung ins Fahrzeug eingeleitet wird statt erst im Innenraum akustisch „gegenzurechnen“.






