Stand: 07.07.2026 • 16:45 Uhr

Das Aussetzen der Sperre für Falorin Balogun und die mögliche Einflussnahme von Donald Trump haben Gianni Infantino sportpolitisch Kapital gekostet - doch eine Präsidentendämmerung ist nicht in Sicht.

Infantino hat für seine Nähe zu Donald Trump sportpolitisch erstmals eine hohe Rechnung bekommen. Mit der möglichen Einflussnahme des US-Präsidenten Donald Trump auf eine Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit ließ Infantino zu, das sportliche Grundsätzen in Frage stehen. Auch wenn das Fehlverhalten nicht belegt ist: Die Zweifel bleiben - und können kaum glaubhaft ausgeräumt werden. Selten gewordene Kritik kommt nun selbst aus dem organisierten Fußball. "Beispiellos, unfassbar und nicht zu rechtfertigen" nannte die UEFA die Entscheidung - ein Frontalangriff.

Das ist eine neue Situation. Zahllose Kontroversen von Wucherpreisen bei Tickets, über den erfundenen Friedenspreisen für Donald Trump oder die mögliche Verletzung einer politischen Neutralitätspflicht konnten Infantino bislang kaum etwas anhaben. Hat der Fall der ausgesetzten Sperre nun Folgen für ihn? Der Widerspruch aus Europa formiert sich, doch der Rest der Welt profitiert von Infantino - oder braucht ihn.