PfadnavigationHomeSportFußballWMWM-SkandalEinflussnahme von Trump? Nun versucht sich Fifa-Präsident Infantino an einer ErklärungStand: 20:20 UhrLesedauer: 2 MinutenDer US-Stürmer Folarin Balogun darf gegen Belgien auflaufen. Eigentlich war der Topscorer wegen einer Roten Karte gesperrt worden. Nach einem Telefonat zwischen Donald Trump und Fifa-Präsident Infantino ist die Sperre jetzt aufgehoben worden. WELT-Reporter Christian Beilfuß berichtet aus New York.Die Intervention von Donald Trump nach einer Sperre gegen einen US-Stürmer hat einen Skandal ausgelöst. Nun meldete sich Gianni Infantino zu Wort. Der Fifa-Präsident versichert, den US-Präsidenten an die Unabhängigkeit der Sportgerichtsbarkeit erinnert zu haben.Fifa-Generalsekretär Gianni Infantino hat versichert, US-Präsident Donald Trump im Fall des US-Fußballers Folarin Balogun auf die Unabhängigkeit des zuständigen Disziplinargerichts verwiesen zu haben. „In diesem speziellen Fall erhielt ich tatsächlich einen Anruf von Präsident Donald Trump. Während des Gesprächs erläuterte ich, dass ein laufendes rechtliches Verfahren unter Einbeziehung der unabhängigen Rechtsinstanzen der Fifa besteht und der Fall zu gegebener Zeit von den zuständigen Stellen entschieden wird“, schrieb Infantino in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.Zuvor hatte Trump selbst bestätigt, dass er persönlich den Chef des Weltfußballverbands um die Aufhebung der Roten Karte für Balogun gebeten hatte. Die politische Intervention des US-Präsidenten während der Fußball-Weltmeisterschaft hat einen Skandal ausgelöst.In seinem Fifa-Statement schrieb Infantino weiter: „Ich lese die Entscheidungen der Fifa-Disziplinarkommission, sobald sie veröffentlicht werden. Manchmal überraschen sie mich. Manchmal stimme ich ihnen zu, manchmal nicht. Der Respekt vor unabhängigen Institutionen und der Rechtsstaatlichkeit ist es, der die Integrität unserer Wettbewerbe und die Glaubwürdigkeit der Fifa jederzeit schützt.“Balogun spielberechtigt gegen Belgien„Ich habe lediglich um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht glaube, dass es ein Foul war, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus“, sagte er weiter, gab dann aber auch zu, dass er zunächst nicht gewusst habe, was eine Rote Karte überhaupt bedeutet. „Als ich es dann erfuhr, dachte ich: ‚Das kann doch nicht wahr sein!‘“ Medienberichten zufolge hatte Trump direkt mit Gianni Infantino in der Causa telefoniert. „Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist – und dessen Ansehen sich verzehnfacht hat“, sagte Trump dazu.Der Stürmer Balogun war während der Sechzehntelfinalpartie der USA gegen Bosnien-Herzegowina mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden. Die Fifa hob die Sperre gegen Balogun jedoch am Sonntag wieder auf, ohne eine Erklärung anzuführen. Balogun kann damit am Achtelfinalspiel der USA gegen Belgien am Montagabend (Ortszeit, Dienstagfrüh MESZ) teilnehmen. Lesen Sie auchTrump hatte sich in seinem Online-Netzwerk Truth Social bei der Fifa dafür bedankt, „dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat“. Später sagte er: „Ganz egal, was passiert, man muss ihnen erlauben, ihre besten Spieler einzusetzen.“lwö
WM-Skandal: Einflussnahme von Trump? Nun versucht sich Fifa-Präsident Infantino an einer Erklärung - WELT
Die Intervention von Donald Trump nach einer Sperre gegen einen US-Stürmer hat einen Skandal ausgelöst. Nun meldete sich Gianni Infantino zu Wort. Der Fifa-Präsident versichert, den US-Präsidenten an die Unabhängigkeit der Sportgerichtsbarkeit erinnert zu haben.













