PfadnavigationHomeSportFußballWMTrump-Eingriff„Rote Linie überschritten“ – Uefa attackiert die Fifa aufs SchärfsteStand: 12:00 UhrLesedauer: 2 Minuten„The Athletic“, der Nachrichtensender CNN und die Nachrichtenagentur AP berichten, dass Trump persönlich bei der Fifa angerufen habe, um Verbandsboss Gianni Infantino zu bitten, die Rote Karte gegen Balogun zu überprüfen. WELT-Reporter Christian Beilfuß berichtet aus New York.Die Aufhebung von Folarin Baloguns WM-Sperre sorgt für den nächsten Eklat. Nach Belgiens Protest erhebt nun auch die Uefa schwere Vorwürfe gegen die Fifa. Der europäische Verband spricht von einer beispiellosen Entscheidung.Die umstrittene Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun sorgt für den nächsten Eklat. Nachdem die Fifa die automatische Rot-Sperre des Angreifers vor dem WM-Achtelfinale gegen Belgien aufgehoben und zur Bewährung ausgesetzt hatte, wächst der internationale Widerstand weiter. Nach Berichten über ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino soll der belgische Verband mittlerweile offiziell Protest gegen die Entscheidung eingelegt haben. Zudem meldet sich die Uefa mit scharfer Kritik zu Wort.In einer außergewöhnlich deutlichen Stellungnahme erklärt der europäische Fußballverband: „Die gestrige Entscheidung, die Umsetzung der einjährigen Probezeit-Aufschiebung der automatischen Sperre von einem Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun, überschritt eine rote Linie.“Lesen Sie auchDie Uefa verweist darauf, dass die automatische Sperre nach einer Roten Karte eindeutig geregelt sei und keinerlei Ermessensspielraum zulasse: „Fußball, wie jede andere Sportart, stützt sich auf Regeln, die die Grundlage für fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal sind Regeln interpretationsoffen. In diesem Fall nicht. Eine minimale automatische Sperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine diskretionäre Option und bedarf keiner Entscheidung einer zuständigen Stelle, um in Kraft zu treten.“„Wir äußern unseren Unglauben“Besonders kritisch sieht der Verband den Zeitpunkt der Entscheidung: „Es handelt sich um ein Prinzip, das in den Vorschriften verankert ist und das nicht von Ausnahmen abhängig gemacht werden kann, erst recht nicht mitten in einem Turnier, in dem mehrere andere Spieler in derselben Situation waren und regelmäßig ihre Sperre abgesessen haben.“Die Uefa warnt vor den Folgen für den gesamten Wettbewerb: „Wenn die Gewissheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern garantiert wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben. Eine solche Entscheidung schafft einen Präzedenzfall im laufenden Turnier, in dem ähnliche Situationen nun eine gleiche Behandlung erfordern – zum Nachteil des Wettbewerbs.“Lesen Sie auchZum Abschluss findet der Verband besonders klare Worte: „Fußball ist der beliebteste Sport der Welt, weil es ein schönes Spiel ist und weil Vertrauen darin herrscht, dass es überall mit denselben Gesetzen gespielt wird. Wir äußern unseren Unglauben über eine solche beispiellose, unverständliche und ungerechtfertigte Entscheidung.“SUF
WM 2026: „Rote Linie überschritten“ – Uefa attackiert die Fifa nach Trump-Eingriff aufs Schärfste - WELT
Die Aufhebung von Folarin Baloguns WM-Sperre sorgt für den nächsten Eklat. Nach Belgiens Protest erhebt nun auch die Uefa schwere Vorwürfe gegen die Fifa. Der europäische Verband spricht von einer beispiellosen Entscheidung.














