US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er bei Fifa-Chef Gianni Infantino darum gebeten hat, die Sperre aufgrund einer roten Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun zu prüfen. Das räumte Trump am Montag vor Reportern im Weißen Haus ein. Zuvor hatten mehrere Medien unter Berufung auf interne Quellen von einem entsprechenden Anruf Trumps bei Infantino berichtet.

Trump sagte nun am Montag in Washington laut der Nachrichtenagentur AFP, er habe Infantino um eine Überprüfung gebeten, „weil ich nicht fand, dass es ein Foul war“ und die Schiedsrichter-Entscheidung „unfair“ gewesen sei. „Ich habe nicht gesagt: ‚Ihr müsst das so entscheiden‘“, sagte Trump laut dem US-Sender CNN und fügte hinzu: „Ich kann ihm nicht vorschreiben, was er tun soll“, sagte er weiter. Ein unabhängiges Gremium habe schließlich „die richtige Entscheidung getroffen“.Nach dem Gespräch hatte der Weltverband die automatische Sperre gegen den US-Nationalspieler Balogun ausgesetzt. Der Stürmer darf damit im WM-Achtelfinale gegen Belgien am Montag in Seattle auflaufen.

Balogun ist Star-Spieler der US-Mannschaft

Balogun war beim 2:0-Sieg der USA gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute nach Videobeweis vom Platz gestellt worden, nachdem er seinen Gegenspieler Tarik Muharemović am Knöchel getroffen hatte. Zuvor hatte der 25-Jährige das Führungstor erzielt. Mit drei Treffern ist er bester Torschütze des Gastgeberlandes bei diesem Turnier.