PfadnavigationHomeNewstickerDPAafxlinetopthemenFall Balogun: Trump rechtfertigt Anruf bei FIFAStand: 16:55 UhrLesedauer: 2 MinutenIn der Causa Balogun hat Trump nach eigenen Angaben lediglich um eine Überprüfung gebeten. Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpaIm Skandal um die aufgehobene Rot-Sperre von US-Torjäger Balogun bei der WM bestätigt US-Präsident Trump nun, dass er selbst bei der FIFA angerufen hat. Wie rechtfertigt er seine Aktion?US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, die FIFA im Wirbel um die Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM selbst um eine Überprüfung gebeten zu haben. «Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war», sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Oval Office. «Ich habe lediglich eine Überprüfung gefordert, weil ich es nicht für ein Foul hielt, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus.»Die FIFA hatte am Sonntag die Rot-Sperre für Balogun aufgehoben und zur Bewährung ausgesetzt. Für die USA ist der Fall von großer Bedeutung: Am Dienstag (2.00 Uhr/MESZ) tritt das Team des Mitgastgebers im WM-Achtelfinale gegen Belgien an, der für die Mannschaft wichtige Stürmer wäre nun wieder spielberechtigt. «Ganz egal, was passiert, man muss ihnen erlauben, ihre besten Spieler einzusetzen», argumentierte Trump weiter.Zwei «großartige Athleten» seien zusammengestoßen und hätten sich ineinander verhakt, interpretierte Trump den Vorfall beim Sechzehntelfinale des US-Teams gegen Bosnien-Herzegowina. «Das war kein Fall, in dem jemand zugeschlagen hat, was, wie Sie wissen, etwas anderes wäre.»Trump: «Das kann doch nicht wahr sein!»Die FIFA hatte die Rot-Sperre von Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige hatte gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners Tarik Muharemovic gelandet war. Trump wusste nach eigenen Angaben zunächst nicht, was eine Rote Karte bedeutet. «Als ich es dann erfuhr, dachte ich: "Das kann doch nicht wahr sein!"»Medienberichten zufolge hatte Trump direkt mit FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Causa telefoniert. «Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist – und dessen Ansehen sich verzehnfacht hat», sagte Trump dazu jetzt.Bereits zuvor hatte sich der US-Präsident zu dem Fall geäußert, dabei allerdings noch keine persönliche Einmischung öffentlich gemacht. Auf seinem Truth Social schrieb er: «Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt.» Der 80-Jährige war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.Kritik an Trumps EinmischungDie Aussetzung der Sperre hatte für große Kritik gesorgt. Der belgische Verband forderte von der FIFA schriftlich eine Erklärung. Dies habe der Weltverband als formalen Einspruch gewertet und diesen als unzulässig abgewiesen, teilten die Belgier wenige Stunden vor Anpfiff des Spiels mit.dpa-infocom GmbH