»Schaltet das Licht an«: Wegen anhaltender Stromausfälle sind in der kubanischen Hauptstadt Havanna vereinzelt Proteste ausgebrochen. In den Randbezirken Jaimanitas und Santa Fe zogen am Dienstagabend (Ortszeit) Hunderte erschöpfte Anwohner bei hohen Temperaturen durch die Straßen, schlugen auf Töpfe, hupten und forderten in Sprechchören die Wiedereinschaltung des Stroms.In dem Inselstaat war die Elektrizitätsversorgung am Montag zum dritten Mal in diesem Jahr landesweit zusammengebrochen. Die Behörden begannen langsam mit der Wiederherstellung der Versorgung. Zunächst würden wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Zentren für die Lebensmittelproduktion wieder mit Strom versorgt, teilte der Netzbetreiber UNE mit. Bis zum späten Nachmittag konnte jedoch nur ein Prozent des Bedarfs der Hauptstadt Havanna gedeckt werden.Laut dem Betreiber sei das Problem am Dienstagabend in den meisten Regionen wieder behoben gewesen. Jedoch saßen viele Menschen weiterhin im Dunkeln, und in der zweitgrößten Stadt Santiago de Cuba floss den Behörden zufolge gar kein Strom.
USA wollen mit Blockade einen Regimewechsel erzwingenDer Zusammenbruch ist der jüngste Rückschlag für die Insel, die bereits unter einer schweren Energie-, Treibstoff- und Medikamentenknappheit leidet. Seit Monaten kommt es zu stunden- und tagelangen Stromausfällen. »Die Hitze, die Mücken, es ist einfach unerträglich«, sagte eine 60-Jährige aus Havanna der Nachrichtenagentur Reuters. »Wie lange soll das noch so weitergehen? Ehrlich gesagt, wir können nicht mehr.« Es ist der achte landesweite Stromausfall seit Oktober 2025 und der dritte in diesem Jahr.















