Auf Kuba ist am Montag das landesweite Stromnetz zusammengebrochen. Die Behörden begannen langsam mit der Wiederherstellung der Versorgung. Zunächst würden wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Zentren für die Lebensmittelproduktion wieder mit Strom versorgt, teilte der Netzbetreiber UNE mit. Bis zum späten Nachmittag konnte jedoch nur ein Prozent des Bedarfs der Hauptstadt Havanna gedeckt werden. Die Ursache für den Zusammenbruch war zunächst unklar.Der Zusammenbruch ist der jüngste Rückschlag für die Insel, die bereits unter einer schweren Energie-, Treibstoff- und Medikamentenknappheit leidet. Seit Monaten kommt es zu stunden- und tagelangen Stromausfällen. „Die Hitze, die Mücken, es ist einfach unerträglich“, sagte eine 60-Jährige aus Havanna. „Wie lange soll das noch so weitergehen? Ehrlich gesagt, wir können nicht mehr.“ Es ist der achte landesweite Stromausfall seit Oktober 2025 und der dritte in diesem Jahr.Die Stromausfälle hängen zum Teil mit einem veralteten Netz und einer von den USA verhängten Ölblockade zusammen, die die Treibstoffversorgung der Insel unterbrochen hat. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Jahres die Treibstofflieferungen aus Venezuela nach Kuba unterbunden und auch Mexiko unter Druck gesetzt, die Lieferungen einzustellen. Die US-Regierung bezeichnet die kubanische Regierung als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Die Sanktionen seien notwendig, um einen Regierungswechsel auf der Insel zu erzwingen.
Kuba: Kompletter Blackout nach landesweitem Stromausfall
Die Wiederherstellung der Versorgung läuft. Aber bis zum späten Nachmittag konnte nur ein Prozent des Bedarfs der Hauptstadt Havanna gedeckt werden.














