PfadnavigationHomePolitikAuslandReformSPD kritisiert Priens Sparvorschläge beim ElterngeldStand: 23:14 UhrLesedauer: 2 MinutenFamilienministerin Karin Prien will die maximale Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf auf zwölf Monate senken. Zudem sollen die Väter stärker in die Pflicht genommen werden. Die monatlich gezahlten Sätze sollen leicht steigen.Die SPD warnt vor spürbaren Folgen von Karin Priens Elterngeldreform. Kürzere Bezugszeiten und mehr Pflichtmonate für Väter würden vor allem einkommensschwache Familien treffen. Stattdessen fordert die Fraktion Einschnitte bei hohen Einkommen.Die SPD-Fraktion ist mit den Plänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) für eine Reform des Elterngeldes nicht einverstanden. Das geht aus einem Brief des zuständigen Berichterstatters Felix Döring an die Fraktion hervor, der POLITICO vorliegt. Die in dem Referentenentwurf des Ministeriums vorgesehene Kürzung der Bezugsdauer auf zwölf Monate und die Erhöhung des Pflicht-Anteils für Väter auf drei Monate führe dazu, „dass in vielen Familien die bislang von der Mutter genutzten zwölf Monate faktisch auf neun Monate reduziert würden“, heißt es in dem Brief.„Dies trifft nach meiner Einschätzung vor allem Familien mit niedrigem Einkommen“, schreibt Döring. Der Vorschlag gehe „zulasten der Familien, die sich eine dreimonatige Beteiligung der Väter finanziell nicht leisten können oder wollen“. Außerdem greife der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erst ab dem ersten Geburtstag des Kindes, sodass eine zeitliche Lücke in der Betreuung entstehe. Lesen Sie auchDie SPD fordert stattdessen, die geforderten Einsparungen durch Kürzungen bei höheren Einkommen zu erbringen. „Falls Kürzungen beim Elterngeld notwendig sind, dann bitte bei den oberen zehn Prozent“, schreibt Döring. „Paare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 100.000 Euro und mehr könnten beispielsweise auf 1.000 Euro Elterngeld pro Monat gedeckelt werden“, schlägt der SPD-Politiker vor.Das Familienministerium muss zu den Sparvorgaben der Regierung wie alle Ressorts beitragen – allein beim Elterngeld, dem mit Abstand größten Posten im Etat, soll das Ministerium jährlich 500 Millionen Euro einsparen. Insofern sei das Ministerium „gezwungen, auch hier anzusetzen, wenn wir eben die Sparvorgaben umsetzen wollen“, sagte ein Sprecher am Dienstag. Das dazugehörige Gesetz ging nun in die Ressortabstimmung, nach den Plänen von Prien soll es aber erst ab November 2027 gelten.nw
Reform: SPD kritisiert Priens Sparvorschläge beim Elterngeld - WELT
Die SPD warnt vor spürbaren Folgen von Karin Priens Elterngeldreform. Kürzere Bezugszeiten und mehr Pflichtmonate für Väter würden vor allem einkommensschwache Familien treffen. Stattdessen fordert die Fraktion Einschnitte bei hohen Einkommen.












