Mit ihrer geplanten Elterngeldreform schlägt Familienministerin Karin Prien (CDU) zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens spart sie Steuergeld, weil Paare die Leistung nur noch höchstens zwölf, nicht mehr vierzehn Monate beziehen können.Zweitens gibt es eine neue Regel: Für die volle Bezugsdauer müssen Mutter und Vater jeweils mindestens drei Monate zu Hause bleiben. Das schafft einen Anreiz für Väter, eine gewisse Zeit allein auf das Baby aufzupassen. So können Mütter schneller wieder in den Beruf einsteigen. Das ist sinnvoll.Denn je länger Frauen im Job aussetzen, desto größer sind ihre Einkommensverluste in ihrer gesamten Berufslaufbahn. Dieser Anreiz ist keine Übergriffigkeit des Staates, sondern eine ökonomisch kluge, Arbeit belohnende Rahmensetzung, wie sie auch an etlichen anderen Stellen im Steuer- und Sozialsystem angestrebt wird.Niemand ist gezwungen, sich der neuen Vorgabe anzupassen. Nur können diejenigen, die Richtung Alleinverdienerhaushalt steuern, künftig weniger darauf bauen, vom Staat subventioniert zu werden. Alle anderen bekommen Unterstützung, bis der garantierte Kitaanspruch greift.
Das Elterngeld wird erwachsen
Die geplante Reform macht das Elterngeld günstiger und volkswirtschaftlich effizienter. Was will man mehr?











