Die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) will ihre seit Monaten diskutierte strategische Gasreserve nun offenbar tatsächlich auf den Weg bringen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf einen mit den Plänen vertrauten Insider beruft, soll das Bundeskabinett das Vorhaben bereits Mitte August beschließen. Die Berliner Zeitung hatte über die Pläne bereits im April berichtet.Vorgesehen ist demnach eine strategische Reserve von rund 24 Terawattstunden Gas. Das entspricht knapp zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität. Finanziert werden soll sie nicht aus dem Bundeshaushalt, sondern über eine neue Umlage auf die Gaskunden.
Gasreserve soll vor Sabotage und Importausfällen schützen
Damit kommt auf Haushalte und Unternehmen nach dem Auslaufen der bisherigen Gasspeicherumlage Ende 2025 voraussichtlich die nächste zusätzliche Belastung zu. Wie hoch die neue Umlage für private Haushalte und Unternehmen konkret ausfallen wird, ist bislang noch offen. Nach Reuters-Informationen werden die Kosten für Aufbau, Gaseinkauf und Einspeicherung auf 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt.
Hinzu kommen jährliche Betriebskosten von 150 bis 180 Millionen Euro. Dem Reuters vorliegenden Ministeriumskonzept zufolge soll die neue Umlage allerdings deutlich niedriger ausfallen als die Ende 2025 ausgelaufene Gasspeicherumlage. Diese lag zuletzt bei 0,289 Cent pro Kilowattstunde Gas.










