Unrühmlicher WM-Abschied : „Das ist nicht nur beschämend, das ist schlimmer“05.07.2026, 12:28Lesezeit: 2 Min.Der Auftritt von Deutschland-Bezwinger Paraguay im WM-Achtelfinale gegen Frankreich erhitzt die Gemüter. Experten in mehreren Ländern wählen zum Teil drastische Worte.Nach der „Schande von Philadelphia“ fiel das Urteil überwiegend vernichtend aus: So nicht, Paraguay! Mit Fairplay, da waren sich die Beobachter einig, hatte der Auftritt der Südamerikaner im WM-Achtelfinale gegen Frankreich (0:1) nichts zu tun. Besonders laut war der Aufschrei über die „schmutzigen Tricks“ im Mutterland des Fußballs.Thomas Hitzlsperger, einst deutscher Nationalspieler und unter dem Spitznamen „Hitz The Hammer“ in England verehrt, rang nach der denkwürdigen Darbietung nach Worten. „Das ist nicht nur beschämend, das ist schlimmer“, sagte er bei BBC One. Entsetzt waren auch Hitzlspergers Kollegen. „Ich würde niemals so Fußball spielen“, meinte der frühere Torwart Joe Hart, und Micah Richards urteilte: „Das war peinlich anzusehen.“Ibrahimovic: „Ich hätte wohl vier oder fünf Rote Karten kassiert„Im Radio sagte Schottlands früherer Nationalspieler Pat Nevin: Paraguay habe die Franzosen mit ihren „dunklen Künsten“ provoziert. Tatsächlich hatte „Vortreter“ Matías Galarza mit seinem Gefolge versucht, den Favoriten bis aufs Blut zu reizen. Beim US-Sender Fox rieb sich Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic die Augen. „Hätte ich dieses Spiel bestritten, hätte ich wohl vier oder fünf Rote Karten kassiert und jemanden ins Krankenhaus befördert.“Die Franzosen behielten bei 40 Grad Celsius allerdings einen kühlen Kopf, dabei bekam Bayerns Dayot Upamecano einen Ellenbogen in die Rippen, Jules Koundé Galarzas Hand ins Gesicht und Kylian Mbappé vom selben Spieler einen Schlag gegen die Brust. Galarza fiel zudem mit einer Schauspieleinlage unangenehm auf und sagte später nur lapidar: „Jeder hat das Spiel gespielt, das er spielen wollte.“„Der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen“Das Spiel Paraguays bestand wie beim Sieg im Elfmeterschießen gegen Deutschland eine Runde zuvor aus aufopferungsvoller und taktisch kluger Defensivarbeit, allerdings – und das war diesmal anders: auch aus jeder Menge Nickligkeiten und Unsportlichkeiten. Gustavo Velázquez etwa malträtierte den Elfmeterpunkt vor Mbappés entscheidendem Tor (70.) mit den Füßen. Galarza hatte da Glück, dass er überhaupt noch mitspielen durfte.„Immer der Sportkamerad Galarza, der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich bei MagentaTV. Die Aktion gegen Mbappé sei ein „astreiner Schlag“ gewesen: „Er hat nichts anderes vor, als den Spieler zu schlagen.“ Schiedsrichter Ilgiz Tantashev zeigte Paraguay aber nur eine einzige Gelbe Karte – nach dem Schlusspfiff gegen den Ko-Trainer.Torhüter Orlando Gill, der im Elfmeterschießen des Sechzehntelfinals gegen das DFB-Team zum Helden aufgestiegen war, wies die Vorwürfe einiger französischer Spieler zurück. „Das ist Fußball. Wenn sie das nicht gewohnt sind – was sollen wir da machen?“, fragte er und betonte: „So ist Paraguay eben – eine harte Mannschaft.“Und eine, auf die sie in der Heimat stolz sind. Die Welt begeisterten Galarza und Co. mit dem Auftritt jedoch nicht. „Wenn man aus Paraguay kommt, mag man die Mannschaft wahrscheinlich – sie sind wie Krieger“, sagte Hitzlsperger und urteilte abschließend: „Wenn man Franzose oder neutraler Beobachter ist, kann man keinen Respekt mehr für sie empfinden.“
Paraguay bei Fußball-WM 2026: „Beschämender“ Abschied gegen Frankreich
Der Auftritt von Deutschland-Bezwinger Paraguay im WM-Achtelfinale gegen Frankreich erhitzt die Gemüter. Experten in mehreren Ländern wählen zum Teil drastische Worte.











