PfadnavigationHomeSportFußballWMParaguay teilt aus„Es ist ein astreiner Schlag“ – Galarzas Tätlichkeit gegen Mbappé bleibt ungeahndetStand: 00:39 UhrLesedauer: 2 MinutenIn der Opferrolle gegen Paraguay: Kylian Mbappé Quelle: JEWEL SAMAD/AFPParaguay zettelt nach dem Sieg gegen Deutschland auch im Achtelfinale gegen Frankreich „eine Kneipenschlägerei“ an. Die Südamerikaner zerstören Spiel und Rhythmus. Vor allem Kylian Mbappé muss einiges einstecken. Selbst ein Faustschlag bleibt ungeahndet.Die französische Mannschaft dürfte geahnt haben, was sie im Achtelfinale gegen Paraguay erwarten würde. Schon die deutsche Nationalelf hatte bei ihrem Aus im Sechzehntelfinale Bekanntschaft mit der Härte der Südamerikaner gemacht.„Galarza. Dass der hier in der 120. Minute noch auf dem Platz steht, ist auch ein Wunder für sich. Der hat ausgeteilt. Der hat mit dafür gesorgt, dass Paraguay das Spiel gestaltet wie eine Kneipenschlägerei“, hatte Kommentator Wolff Fuss bei Magenta TV am Ende der Verlängerung geurteilt.Nächstes Spiel – nächste Kneipenschlägerei. Und wieder mittendrin: Paraguays Matias Galarza. In der 39. Minute versetzte der Heißsporn Frankreichs Superstar Kylian Mbappé im Mittelfeld einen Schlag mit der Faust. „Ich hab’s eben schon gesehen und habe mir gedacht: Das sieht aber komisch aus. Warum schlägt der ihn?“, sagte der bei Magenta TV eilig zugeschaltete Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich.„Es ist eigentlich ein astreiner Schlag“, fuhr der ehemalige Bundesligaschiedsrichter fort: „Es ist jetzt auch nicht die typische Tätigkeit, muss man sagen. Aber wenn man das regeltechnisch betrachtet, ist es fernab vom Ball geschehen. Er nimmt die Faust und schlägt ihn Richtung Schulter. Und das ist für mich regeltechnisch eine rote Karte. Rein regeltechnisch gesehen ist es ja auch egal: Auch eine versuchte Tätlichkeit ist eine Tätlichkeit. Insofern hätte sich hier keiner beschweren dürfen, wenn der Videoassistent sich gemeldet hätte, gesagt hätte, wir schicken ihn raus.“Rudelbildung nach Schubser gegen MbappéGalarza kam davon, sah nicht mal Gelb. Die Szene blieb ohne Konsequenzen. Wie auch schon zuvor. Die Paraguayer ließen keine Gelegenheit aus, um ihre Gegenspieler zu nerven, Spiel und Rhythmus zu zerstören. Zielspieler war immer wieder Mbappé. Nach einem Schubser hatte sich der französische Angreifer gewehrt und zurückgeschubst. Eine Rudelbildung entstand. Alles ohne Konsequenz. Lesen Sie auch„Schon merkwürdig. Ich frage mich, was in dem Spieler da vorgeht“, ergänzte Ittrich noch zum Schlag Galarzas. Und auch Manuel Baum, bei Magenta TV als Experte für das Spiel eingesetzt, kam in der Pause zu einem ähnlichen Urteil: „Aus meiner Sicht ein klarer Schlag. Insofern hätte er sich nicht beschweren können, wenn er vom Platz fliegt.“