„Basic“ zu sein hat insbesondere in der Mode nicht den besten Ruf, in jugendlicher Sprache steht es für einfach gestrickt sein, mit wenig eigenem Geschmack. Es wird etwa assoziiert mit einer Vorliebe für Mainstream-Dinge – und das ist natürlich in einer individualistischen Gesellschaft quasi das Todesurteil für die Coolness. Zu Unrecht, wie ich finde. Warum sollte etwas schlecht sein, das viele Leute mögen? Vielmehr ist es doch wohl ein Zeichen, dass etwas verdammt gut sein muss. Wenn man darüber nachdenkt, grenzt es an Masochismus, sich selbst das Basic-Sein zu verbieten. Ganz ehrlich, immer „anders“ sein zu wollen, ist einfach wahnsinnig anstrengend.
Mühelose Eleganz: John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette-Kennedy im Herbst 1996 bei der Rückkehr aus ihren Flitterwochen in der Türkei und Griechenland.
© imago stock&people
Die Basic-Ikone: Carolyn Bessette-Kennedy
Dass diese Trend-Müdigkeit ein gesamtgesellschaftliches Phänomen ist, zeigt schon allein ein Blick auf die Popkultur der letzten Monate. Als Anfang des Jahres die von Ryan Murphy produzierte Serie „Love Story“ über die Bildschirme flimmerte, war eine Frau plötzlich wieder in aller Munde, die wie keine andere für das Unaufgeregte steht: Carolyn Bessette-Kennedy. Die Serie beleuchtet die Beziehung zwischen ihr und John F. Kennedy Jr. – doch abseits der Romantik war es vor allem ihr Stil, der einen weltweiten Hype auslöste.








