Wenn man dieser Tage durch Berlin-Mitte läuft, könnte man zeitweise denken, die Leute hätten vergessen, sich morgens etwas anzuziehen. Überall Streifen, Satinglanz und Hemd-Shorts-Kombos. Doch was man im ersten Moment als textiles Versäumnis abtun könnte, ist in Wahrheit High Fashion: Der Schlafanzug-Chic hat die Modewelt erobert. Wie elegant und unangestrengt dieser Trend funktioniert, zeigen die Kollektionen für Frühling/Sommer 2026. Allen voran Dolce & Gabbana, die unter dem Titel „Pyjama Boys“ ihre ganze Herrenschau dem Schlafzimmer widmeten. Dabei erweckten die Entwürfe keineswegs Assoziationen von morgendlichem Mundgeruch. Ganz im Gegenteil: Die mit Pailletten versehenen Streifen-Ensembles wirkten vielmehr wie frisch aus dem Dornröschenschlaf erwacht – als kämen die Models geradewegs aus einer italienischen Villa geschlendert, um auf der Terrasse einen Espresso in der Sonne zu genießen.
Schlafanzug-Looks in der „Frühling/Sommer 2026“-Kollektion bei Dolce & Gabbana.
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Auch Prada griff das Thema bereits in der Womenswear-Kollektion für Herbst/Winter 2025 auf, mit Pyjamablusen in Braun und Dunkelblau, die zu dekonstruierten Bleistiftröcken aus ebenjenem Material kombiniert wurden. Das Label The Attico zeigte wiederum, wie der Bett-Look mit Sex-Appeal funktioniert, indem Oversize-Morgenmäntel mit High Heels und übergroße Hemden als Minikleider inszeniert wurden.






