Manchmal reicht ein einziger Name, um zwei Welten kurzzuschließen, die erstmal nicht so viel miteinander zu tun haben. Hier Paul Kalkbrenner, der Ost-Berliner Techno-Titan, der mit stoischer Miene, Fußballtrikot und Laptop die Waldbühne zum Kochen bringt. Dort Madonna, die Pop-Übermutter aus Michigan, seit über vierzig Jahren im Geschäft und immer noch fest entschlossen, niemandem (außer sich selbst) einen Gefallen zu tun. Und mittendrin, plötzlich auf den aktuellen Alben beider Tanzbodenkünstler verewigt: Stromae.Der Belgier, bürgerlich Paul Van Haver, Newbeat-Protagonist und Auteur eines feinen global inspirierten Pop, hat gerade eine Art Nebenkarriere als gefragter Gastsänger gestartet. Gerade erst durfte er der Schwedin Tove Lo auf „Des fleurs“ seine Stimme leihen, aber schon im August 2025 tauchte er bei Paul Kalkbrenner auf. Und jetzt also auch bei Madonna auf dem frischgepressten „Confessions II“. Wer sich fragt, was diese beiden Konstellationen gemeinsam haben außer eben diesem einen Feature-Gast: Mehr, als man zunächst denkt. Und das liegt nicht nur an der Liebe zum Schwofen.
Kalkbrenner und Stromae kennen sich schon eine Weile – ihre Geschichte reicht bis 2009 zurück, als der lichtenbergische Berliner für Stromaes „Te Quiero“ einen Remix bastelte. „Que ce soit clair“ (zu deutsch: „dass das klar ist)“, die gemeinsame Single vom Kalkbrenner-Album „The Essence“, klingt dementsprechend wie ein Wiedersehen zweier alter Bekannter, die sich nichts mehr beweisen müssen: harte Four-to-the-Floor-Kicks, satte Synthesizerflächen, dazu Stromaes unverwechselbarer, eindringlicher Sprechgesang.










