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Es waren intensive Wochen für die Lobbyisten der Pharmaindustrie. Sie schrieben unzählige E-Mails an Bundestagsabgeordnete, vereinbarten Treffen in Ministerien, präsentierten ihre Argumente. In zahlreichen deutschen Zeitungen, auch in der ZEIT, erschienen große Anzeigen, finanziert vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA). Internationale Pharmafirmen wie Pfizer und Johnson & Johnson schickten Briefe an Bundeskanzler Friedrich Merz und Gesundheitsministerin Nina Warken.
Der Ton war meist erst freundlich, dann drohend. »Liebe Bundestagsabgeordnete«, hieß es etwa in großen Lettern in den Zeitungsanzeigen. »Sie entscheiden jetzt darüber, ob die Pharma-Produktion in Deutschland bleibt. Oder abwandert. Ob Deutschland auch in Zukunft sicher versorgt ist. Oder neue Medikamente nicht mehr verfügbar sind.« Die Anzeigen zielten auf die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die aktuell zwischen den Bundestagsfraktionen verhandelt wird.








