Bruno, mein alter Freund, und ich führten ein Gespräch über die Geräusche, an denen man erkennt, dass man sich in Deutschland befindet. Früher waren es das Schrillen von Schulglocken, das Klingeln stationärer Telefone oder das Sirren, Zirpen und Pötteln eines VW-Käfermotors (ganz anders das Knattern eines Trabant in der DDR). Heute: das Klappern der Glas- und das Knirschen der Plastikflaschen in einem Pfandautomaten, das morgendliche Poltern der Mülltonnen oder das ständige »Genau!« in den damit durchmischten Sätzen junger Menschen. Geblieben sind die Tagesschau-Fanfare, der Sound eines beginnenden Tatorts.