PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastDisziplin und Erfolg – Wie wichtig Selbstkontrolle wirklich istStand: 08:22 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/Shotshop/ZerborDisziplin gilt als Schlüssel zum Erfolg – doch stimmt das wirklich? Die Forschung zeigt: Selbstkontrolle ist trainierbar, aber überschätzt. Warum Umfeld, Strategien und die richtige Balance oft wichtiger sind als reine Willenskraft.Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von ‚Aha! Zehn Minuten Alltagswissen‘ geht es um die Bedeutung von Selbstdisziplin und ihre Rolle für Erfolg im Leben. Dabei wird deutlich, dass Disziplin mehr ist als reine Willenskraft – und dass sie oft überschätzt wird, wenn man sie isoliert betrachtet.Selbstkontrolle als Fähigkeit – und StrategieAus psychologischer Sicht beschreibt Selbstdisziplin vor allem die Fähigkeit zur Selbstregulation: Menschen verfolgen langfristige Ziele und müssen dabei kurzfristigen Versuchungen widerstehen. Entscheidend wird es, wenn beide miteinander konkurrieren – etwa beim Wunsch, gesünder zu leben, während gleichzeitig ungesunde Optionen verfügbar sind.Wilhelm Hofmann, Professor für Sozial- und Umweltpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum, erklärt, dass individuelle Unterschiede etwa durch Persönlichkeitsmerkmale wie Gewissenhaftigkeit oder Impulsivität geprägt sind. Gleichzeitig spielt der Kontext eine zentrale Rolle. Menschen mit hoher Selbstkontrolle vermeiden oft bewusst Versuchungen oder gestalten ihre Umgebung so, dass sie gar nicht erst entstehen.Neuere Forschung zeigt zudem: Erfolg hängt weniger davon ab, Impulse zu unterdrücken, sondern vielmehr davon, kluge Strategien zu entwickeln. Dazu gehört, das eigene Umfeld gezielt anzupassen oder sich in kritischen Momenten abzulenken.Warum Disziplin allein nicht reichtZwar belegen Studien einen Zusammenhang zwischen Selbstkontrolle und Erfolg in Schule oder Beruf, doch dieser Effekt ist begrenzt. Faktoren wie soziale Herkunft, Vertrauen oder äußere Bedingungen beeinflussen ebenfalls, ob Menschen ihre Ziele erreichen.Darüber hinaus kann ein zu starker Fokus auf Disziplin auch Nachteile haben. Perfektionismus etwa kann dazu führen, dass Menschen ihre Lebensqualität einschränken. Forschung legt nahe, dass eine Balance zwischen Selbstkontrolle und Genuss entscheidend ist.Auch gesellschaftliche Strukturen spielen eine wichtige Rolle: Verfügbarkeit von Lebensmitteln, soziale Normen oder wirtschaftliche Bedingungen beeinflussen, wie leicht oder schwer es fällt, diszipliniert zu handeln. Der Blick verschiebt sich daher zunehmend vom Individuum hin zu den Rahmenbedingungen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund – der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage, warum wir im Schlaf reden. Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.