Außerdem geht es um die Frage, warum Finger im Wasser schrumpelig werden. Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Gewohnheiten – und darum, warum sie unseren Alltag oft stärker steuern als bewusste Entscheidungen. Zu Gast ist der Verhaltensforscher Prof. Bas Verplanken von der University of Bath. Er forscht unter anderem zu mentalen Routinen und erklärt, warum gute Vorsätze häufig scheitern, welche Rolle Umgebung und Belohnung spielen und wie sich Gewohnheiten verändern lassen.Warum unser Gehirn Routinen liebtViele alltägliche Handlungen laufen automatisch ab: der Griff zum Kaffee, der Blick aufs Handy, der Weg zur Arbeit oder der Snack nach einer bestimmten Situation. Laut Verplanken überschätzen Menschen oft, wie stark sie ihr Verhalten bewusst steuern. Gerade bei Gewohnheiten spielt der Kontext eine entscheidende Rolle.Das Gehirn nutzt Routinen, um Energie zu sparen. Müsste jeder kleine Schritt des Alltags immer wieder bewusst entschieden werden, wäre das anstrengend und ineffizient. Gewohnheiten helfen, wiederkehrende Situationen schnell und reibungslos zu bewältigen. Dadurch bleibt geistige Kapazität für andere Aufgaben frei.Entscheidend ist dabei, dass Gewohnheiten durch Wiederholung entstehen. Wenn eine bestimmte Situation immer wieder mit einer Handlung verbunden ist und diese Handlung funktioniert oder sich belohnend anfühlt, bildet sich eine stabile Verknüpfung. Kommt man später erneut in dieselbe Situation, wird diese Reaktion automatisch wahrscheinlicher.Warum gute Vorsätze oft nicht reichenWer eine unliebsame Gewohnheit verändern will, muss laut Verplanken zunächst verstehen, wodurch sie ausgelöst wird. Es geht also nicht nur um die Frage, was man tut, sondern auch darum, wann, wo und in welchem Umfeld das Verhalten auftritt.Ein Beispiel: Wer nach dem Kaffee regelmäßig Schokolade isst, verbindet den Kaffee möglicherweise mit dem anschließenden Griff zur Süßigkeit. Um diese Routine zu verändern, reicht es selten, sich nur vorzunehmen, damit aufzuhören. Hilfreicher kann es sein, eine konkrete Alternative festzulegen – also im Voraus zu bestimmen, was man in genau dieser Situation stattdessen tun möchte.In der Verhaltensforschung spricht man von sogenannten Umsetzungsabsichten. Dabei wird möglichst konkret geplant, welche Handlung in welcher Situation erfolgen soll. Zusätzlich können Unterbrechungen im Alltag helfen, alte Muster zu lösen. Ein Umzug, eine Reise oder ein veränderter Tagesablauf können Gewohnheiten schwächen, weil die bekannten Auslöser fehlen.Solche Brüche machen Veränderung leichter, können aber auch irritierend sein. Denn Routinen geben nicht nur Struktur, sondern auch Sicherheit und Komfort. Fehlen sie plötzlich, wird spürbar, wie sehr sie den Alltag normalerweise tragen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.