Außerdem geht es in der kleinen Alltagsfrage um eine Regel im Flugzeug: Warum müssen Passagiere bei Start und Landung die Sonnenblenden an den Fenstern öffnen? Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um unser Zeitempfinden. Im Gespräch mit dem Zeitforscher Marc Wittmann vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene wird deutlich: Zeit vergeht zwar objektiv immer gleich schnell, wird von uns aber sehr unterschiedlich erlebt. Ob ein Moment rast oder sich endlos zieht, hängt unter anderem von Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, Emotionen, Routinen und digitalen Medien ab.Warum schöne Momente so schnell vergehenMenschen besitzen kein eigenes Sinnesorgan für Zeit. Trotzdem gelingt es ihnen erstaunlich gut einzuschätzen, ob Sekunden, Minuten oder Stunden vergangen sind. Entscheidend ist dabei, ob wir unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst richten – oder völlig in einer Tätigkeit aufgehen.Der Psychologe und Zeitforscher Marc Wittmann erklärt, dass die Zeit besonders schnell vergeht, wenn wir Spaß haben oder im sogenannten Flow-Zustand sind. Dann beschäftigen wir uns intensiv mit einer Aufgabe oder einem Erlebnis und nehmen uns selbst kaum noch wahr. Das Ergebnis: Die Zeit scheint zu fliegen.Ganz anders sieht es in Wartezeiten oder langweiligen Situationen aus. Dort richtet sich die Aufmerksamkeit stärker auf den eigenen Körper und auf das Vergehen der Zeit. Minuten können sich dann deutlich länger anfühlen als sie tatsächlich sind.Warum die Jahre mit dem Alter immer schneller vergehenViele Menschen kennen das Gefühl, dass die Jahre mit zunehmendem Alter immer schneller vorbeiziehen. Laut Wittmann hat das vor allem mit unserem Gedächtnis zu tun.Je älter wir werden, desto routinierter verläuft unser Alltag. Viele Ereignisse ähneln sich und bieten weniger neue Eindrücke als in jungen Jahren. Das Gehirn speichert deshalb weniger markante Erinnerungen ab. Blickt man später zurück, erscheint die Zeitspanne kürzer, weil weniger besondere Erlebnisse im Gedächtnis verankert sind.Neue Erfahrungen, emotionale Ereignisse und ungewohnte Situationen können diesen Effekt abschwächen. Wer bewusst Neues ausprobiert, schafft mehr erinnerungswürdige Momente – und erlebt die Zeit rückblickend oft als länger und erfüllter.Wie Smartphones unser Zeitgefühl verändernDigitale Medien beeinflussen nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch unser Zeitempfinden. Viele Menschen kennen das Phänomen: Eigentlich wollte man nur kurz aufs Handy schauen – und plötzlich ist eine Stunde vergangen.Der Grund liegt darin, dass wir uns in digitalen Inhalten verlieren und weniger auf unsere eigene Wahrnehmung achten. Gleichzeitig wechseln wir ständig zwischen Nachrichten, Videos und anderen Reizen. Dadurch bleiben viele Eindrücke weniger nachhaltig im Gedächtnis.Studien zeigen sogar, dass Menschen, die viel Zeit in digitalen Medien verbringen, ihre Tage subjektiv als schneller vergangen wahrnehmen. Wer sein Zeitgefühl bewusster erleben möchte, sollte deshalb öfter aus dem Autopilot-Modus aussteigen, neue Erfahrungen sammeln und die Aufmerksamkeit stärker auf den gegenwärtigen Moment richten.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.