PfadnavigationHomeSportFußballWMRegierung gibt Panne zu„Mal gewinnt man, mal verliert man“, sagt Merz‘ Sprecher über verunglückten WM-PostStand: 15:31 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem überraschenden WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft fordert PREMIUM-Gruppe-Herausgeber Ulf Poschardt mehr Verantwortungsbewusstsein im Fußball und kritisiert den Social-Media-Post des Kanzlers nach der Niederlage scharf. „Man weiß doch, das fliegt einem um die Ohren.“Bundeskanzler Friedrich Merz hatte nach der WM-Blamage der deutschen Nationalmannschaft mit einem X-Post Hohn und Spott geerntet. Die Frage war, wie man so instinktlos handeln konnte. Nun wird eine Kommunikationspanne eingestanden.Der viel kritisierte Kommentar von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft ist Ergebnis einer Kommunikationspanne. Ein Regierungssprecher sagte in Berlin, natürlich sei der Bundeskanzler enttäuscht vom Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft. „Aber so ist das nun mal im Sport: Mal gewinnt man, mal verliert man.“ Der erste Tweet sei „Ergebnis einer Kommunikationspanne“. Zuvor hatte es am Abend aus Regierungskreisen geheißen, bei der Verbreitung der Nachricht auf X habe es einen „Abstimmungsfehler“ gegeben. Das sei „leider sehr ärgerlich“. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.Aus Regierungskreisen hieß es, es sei üblich, dass bei solchen Ereignissen Social-Media-Inhalte vorbereitet werden. Dies sei auch in diesem Fall der Fall gewesen. Es seien Inhalte für verschiedene Fallkonstellationen vorbereitet worden. Es sei dann der „falsche Tweet mit dem falschen Knopf zur falschen Zeit“ scharfgestellt worden. Dies dürfe nicht passieren und sei hochgradig ärgerlich, aber solche Dinge passierten bedauerlicherweise.Merz kontert Spott mit „Adler auf der Brust“Das 3:4 der deutschen Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen den Außenseiter Paraguay war von Medien als „Trauerspiel“, „Blamage“ und „Armutszeugnis für Fußball-Deutschland“ bezeichnet worden. Keine halbe Stunde nach Abpfiff lief auf dem offiziellen Kanzler-Account „Bundeskanzler Friedrich Merz“ trotzdem ein recht positiver Kommentar. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“, hieß es dort. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Die Verbreitung dieser Version war den Angaben zufolge aber ein Versehen.Spöttische Kommentare hatten nach der Partie nicht lange auf sich warten lassen. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Häme. „Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse“, schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Lesen Sie auchMerz sah sich veranlasst, dagegenzuhalten. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark“, konterte er die Kritik auf X. „Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott.“ pk/dpa