PfadnavigationHomeSportFußballWM„Rückhalt statt Spott“So kontert Merz die Kritik nach seinem Post zum deutschen WM-AusStand: 15:32 UhrLesedauer: 2 MinutenNach der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft sorgt ein Social-Media-Post von Friedrich Merz für Diskussionen. Kommunikationsexperte Bela Anda kritisiert fehlendes Gespür des Kanzlers für die Stimmung im Land: „Da fehlt der Mut zur klaren Ansage.“In einem Anflug von Instinktlosigkeit beschönigt Friedrich Merz das WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Elf Stunden nach seinem ersten Post und darauffolgender Kritik setzt er einen zweiten ab.Die witzigste Reaktion kam von der ohnehin mit einem guten Maß an Humor gesegneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Grande Dame der FDP jedenfalls kommentierte den völlig verunglückten Post von Bundeskanzler Friedrich Merz mit folgenden Worten: „Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse.“So wie der Europaabgeordneten erging es offensichtlich vielen Menschen, nachdem Merz in einem neuen Anflug von Instinktlosigkeit nun auch das Wirken der Nationalmannschaft schönzureden versuchte. Die war gerade blamabel bei der Fußball-WM an der Nummer 37 der Weltrangliste, Paraguay, gescheitert – 4:5 hieß es nach Elfmeterschießen –, als der Kanzler auf der Plattform X schrieb: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“Für einige Stunden stand die Frage im Raum, warum ein Bundeskanzler nicht annähernd die Grundstimmung im Land einfangen und derart empathielos agieren kann. Neben Strack-Zimmermann kritisierten jedenfalls viele den Merz-Post in den sozialen Medien. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete rasch auf X. „Wer den Adler auf der Brust trägt ...“, schreibt MerzAuch die politische Konkurrenz reagierte ähnlich wie Strack-Zimmermann mit Hohn und Spott. So hieß es auf dem X-Kanal der AfD: „Merz hat sich so sehr daran gewöhnt, die miserable Leistung seiner CDU schönzureden, dass er einfach nicht mehr anders kann.“ Und Sevim Dagdelen vom Bundesvorstand des BSW diagnostizierte einen „Realitätsverlust auf Kanzlerniveau. Genau wie bei seiner Politik“.Lesen Sie auchOffensichtlich war der Spott, den Merz über sich ergehen lassen musste, an irgendeinem Punkt derart groß, dass er elf Stunden nach seinem ersten einen zweiten Post zur aus deutscher Perspektive völlig versemmelten WM absetzte: „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott“, schrieb der 70 Jahre alte CDU-Politiker.jb
WM 2026: So kontert Merz die Kritik nach seinem instinktlosen Post zum deutschen Aus - WELT
In einem Anflug von Instinktlosigkeit beschönigt Friedrich Merz das WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Elf Stunden nach seinem ersten Post und darauffolgender Kritik setzt er einen zweiten ab.













