PfadnavigationHomeSportFußballWMPost bei X von Kanzler Merz„Abstimmungsfehler. Leider sehr ärgerlich“, heißt es aus RegierungskreisenStand: 22:24 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft sorgt ein Social-Media-Post von Bundeskanzler Friedrich Merz für Verwunderung. Walter Straten, stellvertretender Sport-Chefredakteur bei WELT, hält die lobenden Worte für die DFB-Elf für völlig unangebracht.Friedrich Merz beschönigt das WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. 20 Stunden nach dem fragwürdigen Post bei X sprechen Regierungskreise von „einem Abstimmungsfehler“.Der viel kritisierte Kommentar von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war eine Kommunikationspanne. Bei der auf X gesendeten Nachricht habe es einen „Abstimmungsfehler“ gegeben, hieß es am Abend aus Regierungskreisen. Das sei „leider sehr ärgerlich“. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.Das 3:4 der deutschen Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen den Außenseiter Paraguay war von Medien als „Trauerspiel“, „Blamage“ und „Armutszeugnis für Fußball-Deutschland“ bezeichnet worden. Keine halbe Stunde nach Abpfiff lief auf dem offiziellen Kanzler-Account „Bundeskanzler Friedrich Merz“ trotzdem ein recht positiver Kommentar. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel“, hieß es dort. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Die Verbreitung dieser Version war den Angaben zufolge aber ein Versehen.Merz kontert Spott mit „Adler auf der Brust“Spöttische Kommentare hatten nach der Partie nicht lange auf sich warten lassen. Die Wortkombination „Welches Spiel“ trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Häme. „Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse“, schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. So hieß es auf dem X-Kanal der AfD: „Merz hat sich so sehr daran gewöhnt, die miserable Leistung seiner CDU schönzureden, dass er einfach nicht mehr anders kann.“ Sevim Dagdelen vom Bundesvorstand des BSW diagnostizierte „Realitätsverlust auf Kanzlerniveau. Genau wie bei seiner Politik“.Merz sah sich veranlasst, dagegenzuhalten. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark“, konterte er die Kritik wenige Stunden nach seinem ersten Post auf X. „Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott.“ step