Und Schluss! Das war’s mit dem Tankrabatt. Im Juli wird Benzin und Diesel wieder teurer. An der Tankstelle gilt wieder die volle Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Im Schnitt könnte sich der Preis an der Zapfsäule um etwa 17 Cent pro Liter erhöhen. Allerdings sinken die Rohöl-Preise weiter, obwohl die Kriegsgefahr am Persischen Golf noch nicht gebannt ist.

Zwar konnten laut Analysen die Verbraucher an der Tankstelle vom Steuernachlass etwas profitieren, doch ob sich das Ganze politisch gelohnt hat, kann man getrost bezweifeln. Immerhin löste der Streit der Koalitionäre um den Tankrabatt eine handfeste Regierungskrise aus. Und es gibt immer noch keinen Frieden am Persischen Golf. Doch der Reihe nach.

Streit zwischen Reiche und Klingbeil eskalierte im April

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar schossen die Spritpreise nach oben – obwohl zu diesem Zeitpunkt noch Öllieferungen aus dem Persischen Golf für etwa vier Wochen unterwegs waren und kein Mangel herrschte. Auf diese Abzocke reagierte die Koalition mit der 12-Uhr-Regel. Seit 1. April dürfen demnach Tankstellen nur einmal am Tag – um 12 Uhr mittags – die Preise anheben. Das sorgt zwar für mehr Transparenz, doch laut Verbraucherportalen erhöhen dennoch bis zu 20 Prozent der Tankstellen unerlaubt und zwischendurch die Preise. Dann packte die Bundesregierung die Gießkanne aus. Doch das hätte beinahe die Koalition zerrissen.