Nach zwei Monaten läuft der sogenannte Tankrabatt am Dienstag aus. Der Preis für Benzin und Diesel dürfte dadurch morgen deutlich steigen. Denn für Sprit, der am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlässt, gilt dann wieder die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus.

Der Tankstellenverband bft erwartet, dass sich das an den Zapfsäulen erst gegen Mittwochmittag bemerkbar macht. Denn die Preise dürfen nur um 12:00 Uhr mittags angehoben werden, nicht um Mitternacht, wenn der Steuerrabatt endet.Er war eingeführt worden, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs stark angestiegen waren. Autofahrerinnen und -fahrer sollten entlastet werden. Den Bund kostete der Tankrabatt rund 1,6 Milliarden Euro – das war eine Schätzung des Finanzministeriums. Wie viel die Steuerentlastung am Ende wirklich gekostet hat, wird erst in mehreren Monaten klar sein, heißt es von dort.

Befeuert das Tankrabatt-Ende die Inflation?Das Ende des Tankrabatts könnte auch Auswirkungen auf die Inflation haben: Im Mai war die Inflationsrate auf 2,6 Prozent gesunken, maßgeblich dank des Tankrabatts der Bundesregierung. Die Subvention dürfte die Inflation auch im laufenden Monat gedämpft haben. Dieser Effekt könnte sich nun umkehren.Andererseits dürfte der Druck auf die Teuerung mit dem Rückgang der Ölpreise an den Weltmärkten nachgelassen haben. Zuletzt ist der Preis für ein Barrel Brent-Öl auf etwas über 70 Dollar gefallen, der niedrigste Wert seit Beginn des Iran-Kriegs. Der Konflikt hatte die Preise zeitweise deutlich über 100 Dollar steigen lassen.