BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Viele hoffen, dass Dieter Eglis Ergebnisse niemals medizinisch verwendet werden. Der aus der Schweiz stammende Wissenschaftler von der New Yorker Columbia University warnt selbst auch davor, für den Moment. Die Technik sei noch nicht reif: »Man kann es nicht tun«, sagte er erst Anfang dieses Monats dem Magazin Nature, »das ist so klar wie Tag oder Nacht.«

Im Labor aber hat Egli mit seinem Team nun getan, was eigentlich noch immer als Tabu gilt. Die Wissenschaftler haben mit einer fortschrittlichen Variante der Genschere Crispr/Cas das Erbgut menschlicher Embryos bearbeitet, die nach einer Kinderwunschbehandlung nicht mehr benötigt und von Paaren gespendet worden waren. Wollte man einer Frau so einen veränderten Embryo einpflanzen, so würden nicht nur alle Körperzellen des dann geborenen Babys die Veränderungen tragen, es würde sie später auch an seine Nachkommen weitergeben. »Keimbahnediting« nennen Experten so einen Eingriff. Er gilt noch immer als geächtet, in Deutschland und anderen Staaten ist er strikt verboten.