PfadnavigationHomeSportFußballWMNach Paraguay-Pleite„Ein Typ, der selten Spiele schaut“ – Hamanns Abrechnung mit NagelsmannStand: 11:10 UhrLesedauer: 2 MinutenNach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft spricht Jürgen Klopp über die Bundestrainer-Debatte und betont, dass es aktuell nicht der Moment sei, über seine Personalie zu sprechen. „Das ist jetzt eine Kuriosität, dass ich hier stehe“, so Klopp.Wer trägt die Schuld am blamablen WM-Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft? Für TV-Experte Didi Hamann ist der Fall klar: der Bundestrainer. Er kreidet Julian Nagelsmann unter anderem eklatante Arbeitsmoral an.Nach dem blamablen WM-Aus gegen Paraguay teilt Didi Hamann heftig gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus. Deutschland scheiterte bereits im Sechzehntelfinale, verlor nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay – und für Hamann trägt primär der Bundestrainer die Verantwortung.Als Experte des irischen Senders RTÉ Sport wird der frühere Nationalspieler nach dem Spiel deutlich. „Ich glaube, Herz kommt von Teamspirit, vom Zusammensein, vom Vertrauen, dass deine Teamkollegen da sind, wenn du sie brauchst. Ich habe das Gefühl, unter diesem Trainer war das nie der Fall“, sagte der 52-Jährige.Hamann analysierte, dass die deutsche Mannschaft „ein paar Auftritte“ gehabt hätte, „die in Ordnung waren. Aber im Schnitt waren die Auftritte enttäuschend. Es war so bei der EM, es war so bei der Qualifikation und es war so bei der Weltmeisterschaft. Sie reden immer über die Stimmung im Camp – es ist toll, das zu sagen, aber du musst es zeigen“.Hamann wirft Nagelsmann mangelnde Vorbereitung vorAnschließend wird Hamann noch grundsätzlicher: „Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. Er war nicht einmal in Mailand, um Bisseck zu sehen. Einen Spieler, den er mit zur WM hätte nehmen sollen. Er war in zweieinhalb Jahren nie in Brentford, um Schade zu beobachten, einen Spieler, der letzte Saison zehn Tore erzielt hat. In der Bundesliga guckt er vielleicht ein, zwei Spiele im Monat.“Hamann wirft Nagelsmann außerdem mangelnde Vorbereitung vor. „Es gab Champions-League-Spiele, wo Real Madrid spielt. Im Januar war der Afrika-Cup, wo er die Elfenbeinküste oder andere potenzielle Gegner hätte sehen können. Er ist nicht hingefahren. Bei der Klub-WM, wo in den Stadien gespielt wurde, hättest du die Umstände hier erfahren. Roberto Martinez (Belgiens Nationaltrainer, die Redaktion) war hier, Thomas Tuchel (Englands Nationaltrainer) war da, Didier Deschamps (Frankreichs Nationaltrainer), der Mitte 60 ist, war drei Wochen da. Wer ist nicht da? Unser Trainer.“Lesen Sie auchSein vernichtendes Fazit: „Deswegen habe ich keine Sympathie für ihn. Ich glaube, er und das Team haben bekommen, was sie verdient haben.“ Nach dem historischen WM-Aus wächst damit auch die Kritik am Bundestrainer immer weiter.nf