Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador überhaupt nicht gefallen. »Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?«, antwortete der Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs gefehlt habe.Ecuador habe es ein bisschen mehr gewollt, insistierte Kerner. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: »Nee, die wollten es nicht mehr«, sagte der 38 Jahre alte Cheftrainer. »Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen.« Durch den Sieg gegen die favorisierte DFB-Elf steht Ecuador als Gruppendritter wie Nagelsmanns Team und der Tabellenzweite Elfenbeinküste ebenfalls im Sechzehntelfinale.
Nagelsmann: »Das ist mir viel zu plakativ«Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. »Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.«
Nagelsmann stärkte im TV auch Keeper Neuer. »Es ist wieder extrem ärgerlich für Manu, dass er so die Winner-Aktion leider noch nicht hatte. Die Abschlüsse waren alle eklig«, sagt er.Rekordtorhüter Neuer reagierte beim zweiten Gegentor nach einer Ecke zögerlich, ehe Angreifer Gonzalo Plata zum 2:1-Endstand verwandelte. Für Neuer läuft die WM bislang enttäuschend, auch er bekommt Kritik ab. Eine Torhüter-Diskussion wollte Bundestrainer Nagelsmann aber gar nicht erst aufkommen lassen.











