PfadnavigationHomeSportFußballWMIm Privatjet durchs TurnierDie verheerende Klimabilanz des Gianni InfantinoStand: 12:40 UhrLesedauer: 2 MinutenDie kanadische Nationalmannschaft steht als erster Achtelfinalist der WM fest. Gegen Südafrika entscheidet der Co-Gastgeber die Partie in der Nachspielzeit. Sehen Sie den erlösenden Treffer hier im Video.Um die WM zu verfolgen, hat Fifa-Chef Gianni Infantino bislang Tausende von Flugkilometern zurückgelegt. Die geschätzte Klimabelastung entspricht der, die 78 Menschen durchschnittlich in einem ganzen Jahr verursachen.Die WM-Vergabe fand vor acht Jahren statt. Seinerzeit entschied der Fifa-Kongress, dass die globalen Titelkämpfe 2026 erstmals in drei Ländern ausgetragen werden sollen: USA, Kanada und Mexiko. Stress und Reisestrapazen für Fans und Spieler waren seinerzeit inkludiert angesichts des Turniers in Nord- und Mittelamerika. Und schon weit vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft stand fest, dass die WM die klimaschädlichste in der bisherigen Geschichte des Turniers sein würde.Vielleicht hat Gianni Infantino diesen traurigen Eintrag in die Historie bei seiner privaten Reiseplanung ins Kalkül gezogen. Jedenfalls passt sein Treiben in der Luft zum Event in drei riesigen Ausrichternationen. Wie die BBC berichtet, hat der Fifa-Präsident bislang 24 Spiele besucht, dabei Tausende von Flugkilometern zurückgelegt – und das in einem Privatjet. „Die geschätzte Klimabelastung durch diesen Jet im Zeitraum von zwei Wochen entspricht in etwa der, die 78 Menschen durchschnittlich in einem ganzen Jahr verursachen“, fasst die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt des Vereinigten Königreiches zusammen.Die Fifa schweigtMan habe die Flüge der Maschine anhand von Flugverfolgungsdaten nachvollzogen. „Die jeweiligen Zielorte stimmen mit veröffentlichten Fotos überein, die Infantino an denselben Tagen in den Stadien der entsprechenden Städte zeigen“, so die BBC weiter. Eine erbetene Stellungnahme zu Infantinos Flügen an die Fifa sei unbeantwortet geblieben. Auch ohne das erwartbare Fifa-Geschwurbel steht fest, dass der Boss des Weltverbandes bereits vor dem Beginn der K.-o.-Runde eine verheerende Klimabilanz aufweist. „Der längste Flug, den Infantino in den ersten zwei Wochen absolvierte, erstreckte sich über 4507 Kilometer – am 13. Juni von Vancouver nach Miami, nachdem er sich das Spiel zwischen Australien und der Türkei angesehen hatte“, berichtet die BBC weiter. „Er unternahm auch kürzere Reisen: Am 22. Juni flog der Jet 148 Kilometer von Philadelphia zum Flughafen Teterboro in New Jersey.“Lesen Sie auchInfantino habe dort zwar kein Spiel besucht, aber am nächsten Morgen im Studio von Fox News im benachbarten New York ein Interview gegeben. Im Laufe des Tages sei er dann weitergeflogen, um sich Spiele in Boston und Toronto anzusehen.Bei der WM 2006 in Deutschland gab es auch Aufregung um Helikopterflüge des OK-Chefs Franz Beckenbauer. Der legte seinerzeit 25.000 nautische Meilen zurück, um 48 Spiele vor Ort zu verfolgen.jb
Im Privatjet durchs Turnier: Die verheerende Klimabilanz des Gianni Infantino - WELT
Um die WM zu verfolgen, hat Fifa-Chef Gianni Infantino bislang Tausende von Flugkilometern zurückgelegt. Die geschätzte Klimabelastung entspricht der, die 78 Menschen durchschnittlich in einem ganzen Jahr verursachen.













