Bei Gustavo Alfaro, dem Trainer Paraguays und damit des nächsten Gegners der deutschen Nationalmannschaft, weiß man nie genau, ob er nun die Weisheit mit Löffeln gefressen oder schlicht zu viele Kartons mit Glückskeksen verspeist hat. Im besten Fall gleichen seine öffentlichen Einlassungen – Interviews, Pressekonferenzen, Vorträge – philosophischen Proseminaren. Im schlimmsten: billigen Motivationssprüchen mit akademischem Anstrich, die dem pleonastisch anmutenden Titel seiner Autobiografie („Jäger der unerreichbaren Utopie“) alle Ehre tun.