Es wird das erste K.o.-Spiel einer deutschen Nationalmannschaft seit dem gewonnenen WM-Finale 2014 gegen Argentinien. Im Sechzehntelfinale der laufenden Fußballweltmeisterschaft wird der Gegner am Montagabend (22.30 Uhr) in Philadelphia zwar nur Paraguay heißen, aber er dürfte für die Mannschaft von Julian Nagelsmann ein unangenehmer Prüfstein werden.Anders als Deutschland, das bereits vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador als Sieger der Gruppe E feststand und insbesondere in der zweiten Hälfte rotieren konnte, musste Paraguay bis zum letzten Spieltag um das Weiterkommen kämpfen. Gegen Australien benötigten die Südamerikaner unbedingt einen Punkt, um das Sechzehntelfinale zu erreichen, und brachten ein 0:0 über die Zeit. Kräfte schonen war also keine Option. Aber dafür reist die Mannschaft von Nationaltrainer Gustavo Alfaro mit Wettkampfrhythmus und – im Gegensatz zu Deutschland, das gegen Ecuador 1:2 verlor – einem Erfolgserlebnis in die erste K.o.-Runde.

Paraguay ist eines der pragmatischsten Teams der WM

Unter dem Argentinier Alfaro hat sich Paraguay zu einer der pragmatischsten Mannschaften dieses Turniers entwickelt. Die Südamerikaner verteidigen extrem kompakt, arbeiten gegen den Ball mit großer Disziplin und Laufbereitschaft und lassen ihrem Gegner nur wenig Raum zwischen den Linien. Es ist keine Mannschaft, die Spiele dominieren oder begeistern möchte. Paraguay will Spiele kontrollieren, indem es sie eng und unangenehm macht.Besonders gefährlich werden die Südamerikaner bei Standardsituationen. Mit Kapitän Gustavo Gómez von Palmeiras und Omar Alderete verfügen sie über zwei kopfballstarke Innenverteidiger, die bei Freistößen und Ecken regelmäßig für Gefahr sorgen. Für die deutsche Mannschaft, die bei ruhenden Bällen zuletzt nicht immer sattelfest wirkte, dürfte das ein besonderer Fokuspunkt werden.