Einen Tag früher als zunächst erwartet herrschte bei m deutschen Bundestrainer Julian Nagelsmann Klarheit. Europameister Spanien beseitigte mit seinem knappen 1:0-Sieg gegen Uruguay die letzten Unwägbarkeiten in der komplizierten WM-Konstellation der Gruppendritten. Damit steht fest: Der erste K.o.-Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft heißt Paraguay. Das Achtelfinale steigt am Montag (29. Juni, 22.30 Uhr MESZ) in Foxborough.Im DFB-Quartier in Winston-Salem bestimmte nach dem Dämpfer gegen Ecuador wieder konzentrierte Arbeit den Alltag. Der Spielfluss, der bei der 1:2-Niederlage phasenweise verloren ging, soll möglichst schnell zurückkehren. „Das Allerwichtigste ist Geduld. Wir haben in Führung die Kontrolle verloren. Wir müssen ruhiger bleiben“, forderte Nagelsmann. Die nächste WM-Aufgabe soll keinesfalls die letzte des Turniers werden.Dass Rudi Völler als Gesprächspartner für die Medienrunde im Hörsaal der Wake Forest University aufgeboten wurde, war kein Zufall. In schwierigen Phasen übernimmt der DFB-Sportdirektor regelmäßig die Rolle des Vermittlers. Zudem verbindet ihn mit Paraguay eine positive WM-Erinnerung.
Nicht von Kritik treiben lassen
An Entspannung ist im deutschen Lager nicht zu denken. Der enge Turnierplan lässt ohnehin kaum Luft, doch diesmal wurde selbst der übliche freie Tag nach dem Spiel gestrichen. Stattdessen trainierte die Mannschaft abgeschirmt hinter den schwarz-rot-goldenen Sichtschutz-Bannern im Spry Stadium. Nagelsmann will keine Zeit verlieren.Mehr denn je gilt nun das Leitmotiv, das der Bundestrainer seiner Mannschaft mitgegeben hat: Zusammenstehen. Kritik von außen wahrnehmen, aber sich nicht von ihr treiben lassen. „Wir müssen die Dinge ansprechen, die wir nicht gut gemacht haben. Das wird der Trainer auch sicherlich tun. Und dann müssen wir unsere Schlüsse daraus ziehen“, sagte Kapitän Joshua Kimmich.










