Der Prozess um zwei mutmaßliche Agenten Irans hat am Hamburger Oberlandesgericht begonnen. Der Hauptangeklagte Ali S. und der Mitangeklagte Tawib B. sollen im Auftrag der Islamischen Republik Menschen in Deutschland ausgespäht und Mord- und Brandanschläge geplant haben.
Laut Anklage wurden von den beiden in Dänemark lebenden Männern der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, ausgekundschaftet. Zudem soll der 54-jährige Ali S. Vorbereitungen für einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittelhandel in Berlin getroffen haben.»Das Verfahren zeigt nicht nur, dass der Iran nach wie vor ein wesentlicher Akteur im Bereich der Spionage ist, sondern auch, dass die iranischen Revolutionsgarden Deutschland zunehmend als Handlungsraum für staatsterroristische Anschläge betrachten«, sagte Bundesanwalt Stephan Morweiser.
Aufträge direkt von der Quds-BrigadeSeine Behörde wirft dem 54-Jährigen geheimdienstliche Agententätigkeit und versuchte »Beteiligung an Verbrechen des Mordes und der schweren Brandstiftung« vor. Der 52-Jährige Tawib B, ein in Iran geborener afghanischer Staatsbürger, soll sich für die versuchte Beteiligung an einem Mord verantworten.Ali S. habe seine Aufträge direkt von Offizieren der sogenannten Quds-Brigade erhalten, der Auslandseinheit der Revolutionswächter. Zu ihren Aufgaben gehören auch verdeckte Geheimdienstoperationen im Ausland.















