PfadnavigationHomePolitikAuslandAnnektierte HalbinselRussland verhängt Ausnahmezustand auf der Krim nach heftigen ukrainischen AngriffenStand: 12:43 UhrLesedauer: 2 MinutenDie USA weisen russische Vorwürfe zurück, Vereinbarungen zu möglichen Friedensgesprächen gebrochen zu haben. WELT-Reporter Christoph Wanner erklärt, warum Moskau nun weiter auf einen Abnutzungskrieg im Donbass setzt und wie Russland auf die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe reagiert.Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim ins Visier genommen. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur erklärt den Ausnahmezustand. Das russische Verteidigungsministerium meldet einen großen ukrainischen Drohnenangriff.Die von Russland eingesetzten Behörden auf der Halbinsel Krim rufen den Ausnahmezustand aus. Die Maßnahme solle bei der Bewältigung wirtschaftlicher Probleme helfen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur.In ihrem Verteidigungskrieg gegen die russische Armee versucht die Ukraine derzeit, die Krim von Russland zu isolieren. Sie greift nach Angaben Kiews neben militärischen Zielen vor allem die Öl- und Energieinfrastruktur an, um Russlands Kriegskasse zu schwächen. Auf der Krim war kürzlich aufgrund der ukrainischen Attacken der Verkauf von Treibstoff eingestellt worden. In der Nacht zu Freitag wehrte Russland nach eigenen Angaben einen der wohl größten ukrainischen Drohnenangriffe seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine weitgehend ab. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, über zwölf russischen Regionen sowie über der völkerrechtswidrig annektierten Krim, dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer seien in der Nacht zum Freitag 660 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht. Chemiefabrik und Wasserkraftwerk offenbar angegriffenDer Gouverneur der südlich von Moskau gelegenen Region Tula, Dmitri Miljajew, schrieb bei Telegram von allein 157 über dem Gebiet abgewehrten Drohnen. Ihm zufolge wurden in Nowomoskowsk eine Hochspannungsleitung und ein Industriebetrieb beschädigt. Einsatzkräfte seien vor Ort. Details nannte er nicht. Außerdem sei im Kreis Schtschokino ein Wohnhaus beschädigt und eine Frau verletzt worden.Lesen Sie auchDas unabhängige russische Onlinemedium Astra berichtete, in Nowomoskowsk seien eine Chemiefabrik und ein Wasserkraftwerk angegriffen worden und in Brand geraten. Eine offizielle Bestätigung für die Angaben liegt nicht vor. In Nowomoskowsk liegt der Chemiebetrieb Asot. Das Unternehmen ist eines der größten Chemiewerke in Russland und stellt unter anderem Dünger her. Nach eigenen Angaben produziert es unter anderem Ammoniak und Salpetersäure – Stoffe, die auch zur Sprengstoffherstellung genutzt werden können. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, 47 ukrainische Drohnen seien auf dem Weg in Richtung der russischen Hauptstadt abgeschossen worden. Über Opfer oder Schäden sagte er nichts. Die Ukraine hat ihre Luftangriffe auf russische Militäranlagen und Energieinfrastruktur in den vergangenen Monaten verstärkt. Die Angriffe führten zu Treibstoffengpässen und störten Nachschublinien der russischen Armee.Lesen Sie auchDie Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Als Teil des Abwehrkampfes hat Kiew seine Gegenangriffe in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet und den Krieg damit zurück auf russisches Territorium getragen. AP/Reuters/kami/ll
Ukraine-Krieg: Russland verhängt Ausnahmezustand auf der Krim nach heftigen ukrainischen Angriffen - WELT
Die ukrainische Armee hat die von Russland annektierte Halbinsel Krim ins Visier genommen. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur erklärt den Ausnahmezustand. Das russische Verteidigungsministerium meldet einen großen ukrainischen Drohnenangriff.










