Als Folge der ukrainischen Luftangriffe auf die Krim haben die russischen Behörden auf der Halbinsel den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Maßnahme solle bei der Bewältigung wirtschaftlicher Probleme helfen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur.
»Es ist eine Entscheidung getroffen worden … Dekrete zu unterzeichnen, mit denen der Ausnahmezustand auf regionaler Ebene in der Republik Krim und der Stadt Sewastopol erklärt wird«, teilte Sergej Aksjonow am Freitag auf Telegram mit. Am Vortag hatte er dort bereits Stromausfälle auf der Krim infolge der ukrainischen Angriffe gemeldet.Benzinkrise und TourismusstoppIn ihrem Verteidigungskrieg gegen die russische Armee tut die Ukraine gerade alles, um die Krim von Russland zu isolieren. Sie attackiert russische Nachschubwege, die Energie-Infrastruktur der Schwarzmeer-Halbinsel und Militärfahrzeuge. Damit soll den angreifenden russischen Truppen die Treibstoffversorgung und Moskau die Kriegsfinanzierung erschwert werden.
Bereits seit Sonntag haben die Tankstellen auf der Krim den Verkauf von Benzin und Diesel an Privatpersonen und Unternehmen komplett eingestellt. Die von Moskau eingesetzten Behörden haben zudem alle Ferienlager geschlossen sowie den Tourismus ausgesetzt.Vor allem die Bewohner der bereits 2014 von Russland annektierten Krim bekommen die Folgen so deutlich zu spüren. Die Angriffe mitten in der Urlaubssaison, in der normalerweise russische Touristinnen und Touristen die Straßen und Stände füllen, werden für den Kreml zunehmend zum Problem .










