Die Lage auf der von Russland annektierten Krim spitzt sich weiter zu. Mit einer Serie von Drohnen- und Raketenangriffen auf Treibstoffdepots, Häfen, Energieanlagen und militärische Infrastruktur erhöht die Ukraine den Druck auf die strategisch wichtige Schwarzmeer-Halbinsel. Die Folgen sind, so ist es in sozialen Medien deutlich zu entnehmen, inzwischen auch für die Zivilbevölkerung auf der Krim deutlich spürbar. Benzin wird rationiert, Teile der Energieversorgung sind beeinträchtigt, Verkehrsverbindungen werden unterbrochen und Berichte über Einschränkungen im Tourismus häufen sich.
Am Sonntag ordneten die russischen Besatzungsbehörden einen weitgehenden Stopp des Benzinverkaufs auf der Krim an. Der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow erklärte auf Telegram: „Am 21. Juni wird ab 9.00 Uhr an den Tankstellen die Ausgabe von Kraftstoff sowohl gegen Bar- und Kartenzahlung als auch über Gutscheine für Privatpersonen und Unternehmen eingestellt.“ Kraftstoff werde demnach nur noch an staatliche Dienste ausgegeben, „die die Lebensfähigkeit und Sicherheit der Republik Krim gewährleisten“. Gleichzeitig rief Aksjonow die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren.
Nach Angaben von Euronews und der Nachrichtenagentur AP ist die Maßnahme eine direkte Folge der ukrainischen Angriffe auf russische Energie- und Logistikinfrastruktur. In den vergangenen Monaten hatte Kiew wiederholt Raffinerien, Tanklager, Terminals und Treibstofftransporte ins Visier genommen.












