Julian Nagelsmann (Bundestrainer): „Wir hatten einen super Start. Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri bei der Positionierung zu machen. Dann wird es schwer. Für Ecuador ging es um alles, das hat man gemerkt, sie standen auf dem Gaspedal. Ich kann aber auch von keinem meiner Spieler sagen, dass er nicht Gas gegeben hat. Das ist mir zu plakativ. Wir müssen aus den Umschaltmomenten mehr machen.“Joshua Kimmich: „Wir laden den Gegner mit Ballverlusten immer wieder ein, machen ihn dadurch stark. In der zweiten Halbzeit war es dann eine verdiente Niederlage. Zum Glück ist noch nichts passiert. Aber wir dürfen uns keine Niederlage mehr erlauben, das ist klar. Wir dürfen nicht jedes Spiel ein, zwei Gegentore bekommen. Wir müssen die Ballverlust-Quote minimieren, dann können wir jeden schlagen.“Deutschland in der Einzelkritik:Neuer sieht ein bisschen alt ausDer deutsche Torwart macht keine vorteilhafte Figur – wird allerdings von Abwehrchef Tah mehrmals im Stich gelassen. Dafür schießt Sané tatsächlich ein Tor. Das DFB-Team in der Einzelkritik.Deniz Undav: „Ich hatte das Gefühl, dass sie es mehr wollten als wir. Ecuador war griffiger, ekliger. Daraus müssen wir lernen, dass wir auch alles reinschmeißen. Die haben in jeder Aktion 100 Prozent gegeben, waren in jedem Zweikampf drin. Wir waren auch nicht so zielstrebig wie in den ersten beiden Spielen. Da müssen wir uns mehr wehren. Aber es ist nicht die Welt untergegangen.“Bastian Schweinsteiger (ARD-Experte): „Ich hätte mir mehr erwartet von der Nationalmannschaft. Mit dem Ball erwarte ich mehr Klarheit, mehr Dominanz. Wir sind nicht Weltspitze. Wir sind aber auch nicht schlecht. Wir sind da. Aber gegen Mannschaften, die robust sind im Zweikampf, technisch gut sind und gegen den Ball gut arbeiten, hinten gut stehen, tun wir uns extrem schwer. Wenn du körperlich unterlegen bist, musst du klarer spielen. Da haben wir deutlich Luft nach oben.“Jürgen Klopp (MagentaTV-Experte): „Es war offensichtlich, dass es für eine Mannschaft um alles ging – und die andere den Rhythmus finden wollte.“