PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaft„Vor drei Wochen war noch alles in Schutt und Asche …“Stand: 01:25 UhrLesedauer: 2 MinutenDeutschland gewinnt einen packenden WM-Krimi gegen die Elfenbeinküste mit 2:1. Durch den Führungstreffer von Franck Kessié gerät die DFB-Elf trotz Überlegenheit in Rückstand. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann tut sich lange schwer, ehe die Joker stechen. Die Higlights im Video.Die deutsche Nationalmannschaft besiegt die Elfenbeinküste in der Nachspielzeit. Es war ein hartes Stück Arbeit. Spieler und Trainer wollen daher keine Euphorie aufkommen lassen, loben aber den Teamgeist. Die Stimmen zum Spiel.Als Deniz Undav in der vierten Minute der Nachspielzeit vor dem Tor an den Ball kam, zögerte er keine Sekunde. Abschluss, Tor, Sieg. Sekunden später rannte die gesamte deutsche Mannschaft auf den Stürmer zu, Julian Nagelsmann ballte die Fäuste an der Seitenlinie. Mit dem späten 2:1 gegen die Elfenbeinküste hat Deutschland den Einzug in die K.-o.-Runde perfekt gemacht. Matchwinner war Undav, der nach seiner Einwechslung beide Treffer erzielte und anschließend von Mitspielern und Trainern gefeiert wurde.„Deniz ist ein absoluter Killer vor dem Tor. Er braucht nicht viele Chancen“, sagte Nadiem Amiri bei MagentaTV. Der Joker traf zunächst in der 68. Minute zum Ausgleich und sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.Undav selbst wollte den Fokus vor allem auf die Mannschaft richten. „Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben“, sagte der Stürmer. „In der zweiten Halbzeit haben wir viel Druck gemacht.“ Sein Erfolgsrezept beschrieb er schlicht: „Wenn ich den Ball bekomme, muss ich ihn nutzen.“Lesen Sie auchAuch Bundestrainer Julian Nagelsmann lobte den 29-jährigen Deutsch-Türken. „Deniz hat alles gemacht, was man machen kann. Sehr saubere Aktionen“, sagte er. Besonders stolz sei er auf die Spieler gewesen, die von der Bank gekommen seien und dem Spiel neue Energie gegeben hätten.„Es war ein starker Gegner, sehr athletisch“Die Partie war zuvor deutlich komplizierter verlaufen als das 7:1 zum Auftakt gegen Curaçao. Die körperlich starken Ivorer gingen durch Franck Kessié in Führung und stellten die deutsche Defensive immer wieder vor Probleme. Hinzu kamen zwei aberkannte Treffer und mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen.„Es war ein starker Gegner, sehr athletisch“, analysierte Mats Hummels bei MagentaTV. Deutschland habe dem Afrikameister einige Möglichkeiten angeboten, die dieser jedoch nicht genutzt habe.Lesen Sie auchEntscheidend war aus deutscher Sicht die Reaktion auf den Rückstand. „Siegermentalität, Teamgeist – genau das braucht man in einem Turnier“, sagte Innenverteidiger Jonathan Tah. „Wir haben nie aufgegeben. Wir wussten, dass wir den Gegner irgendwann müde machen werden.“Auch Amiri hob vor allem den Zusammenhalt hervor. „Das hatte Deutschland lange nicht mehr“, sagte der Mittelfeldspieler. „Wir wussten, dass wir das Spiel gewinnen können, wenn wir an uns glauben.“Trotz des zweiten Sieges in Serie wollte Nagelsmann nicht überschwänglich werden. „Wir brauchen nicht von Weltspitze sprechen“, sagte der Bundestrainer. „Vor drei Wochen war noch alles in Schutt und Asche.“ Gleichzeitig lobte er die Reaktion seiner Mannschaft: „Wir sind mit Rückschlägen gut umgegangen und wurden in der zweiten Halbzeit immer besser.“Skaya1 mit dpa