Rückholaktion in Straße von Hormus nach Angriff ausgesetzt Die Evakuierung der in der Straße von Hormus festsitzenden Seeleute und Schiffe ist nach einem Angriff auf einen Frachter im Golf von Oman ausgesetzt worden. Die Umsetzung des Plans sei vorübergehend gestoppt worden, erklärte am Donnerstag der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez. Es müsse erneut geprüft werden, „ob die erforderlichen Sicherheitsgarantien für die Schiffe auf unserer Evakuierungsliste und alle anderen Schiffe in der Region weiterhin gewährleistet sind“.Zuvor war nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) ein Frachtschiff vor der omanischen Küste in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Verletzte wurden nicht gemeldet. Die UN-Seeschifffahrtsorganisation hatte am Dienstag den Start der Evakuierungsaktion für die rund 11.000 in der Region festsitzenden Seeleute verkündet. Israelische Armee will Libanon erst nach Entwaffnung der Hizbullah verlassenDie israelische Armee wird Libanon nach Angaben eines Regierungssprechers erst nach einer Entwaffnung der Hizbullah-Miliz verlassen. „Wir werden unsere Streitkräfte nicht aus dem Süden Libanons abziehen, solange die Hizbullah eine Bedrohung darstellt und nicht entwaffnet und entmilitarisiert ist“, sagte der Regierungssprecher David Mencer am Donnerstag vor Journalisten. Mit Blick auf die im April begonnenen direkten Gespräche zwischen Israel und Libanon sagte Mencer, „jegliche Verlegung der israelischen Streitkräfte“ werde „nach – und nicht vor – der Demilitarisierung des Südens des Libanon und der Entwaffnung der Hizbullah“ erfolgen. Die israelische Regierung trage Verantwortung gegenüber den Bürgern im Norden Israels und dem ganzen Land, sagte Mencer und fügte an: „Wir werden es keiner terroristischen Kraft erlauben, sich unserer Grenze zu nähern.“Rubio wirbt am Golf um VertrauenDer amerikanische Außenminister Marco Rubio hat den arabischen Golfstaaten zugesichert, dass ihre Sicherheitsinteressen bei einem Abkommen mit ⁠Iran gewahrt bleiben. Zum Abschluss einer dreitägigen Nahost-Reise erklärte Rubio am Donnerstag in Bahrain, Washington strebe einen dauerhaften Frieden mit Teheran an, der jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit seiner regionalen Partner gehen dürfe. Die Verbündeten in der ölreichen Region stehen der vorläufigen Einigung der ‌amerikanischen Regierung mit Iran skeptisch gegenüber. Sie befürchten, dass die Vereinbarung nach den iranischen Angriffen im jüngsten Konflikt zu nachgiebig ausfallen könnte.Ein zentraler Punkt der Gespräche war die Kontrolle über die Straße von Hormus, die Iran im Zuge ‌des Konflikts in seine Gewalt gebracht und ‌damit den weltweiten Öltransport massiv gestört hatte. „Kein Staat der Welt hat das Recht, Gebühren für die Nutzung internationaler Wasserstraßen zu verlangen“, sagte Rubio vor den Außenministern des Golf-Kooperationsrats. Solche Abgaben würden niemals Bestandteil eines Abkommens sein. Sollte der Iran Schiffe in der Meerenge bedrohen oder blockieren, „dann werden wir ein ​Problem haben“, sagte der amerikansiche Außenminister. Bahrains Außenminister Abdullatif bin Raschid Al-Sajani ⁠begrüßte einen Vorschlag des Oman für einen sicheren Schiffskorridor durch die Meerenge. Dem Oman zufolge soll diese Durchfahrt künftig gebührenfrei bleiben.Senat stellt sich wieder hinter Trump Kehrtwende im amerikanischen Senat: Nachdem die Kongress-Kammer erst am Dienstag mehrheitlich für die Beschränkung der Befugnisse des Präsidenten im Irankrieg gestimmt hatte, stellte sie sich tags darauf in einem neuen Votum wieder hinter Donald Trump. Eine Resolution, die Trumps Vorgehen weiter einschränken sollte, wurde am Mittwoch mit 50 zu 47 Stimmen zurückgewiesen. Kurz zuvor war es amerikanischen Medienberichten zufolge bei einem gemeinsamen Essen von Trump und republikanischen Parlamentariern zu einem heftigen Meinungsaustausch gekommen.Am Dienstag hatten auch vier republikanische Senatoren zu Trumps Empörung für die von den oppositionellen Demokraten eingebrachte sogenannte Kriegsbefugnis-Entschließung (War Powers Resolution) gestimmt. Die zuvor schon vom Repräsentantenhaus beschlossene Resolution hat keine Gesetzeskraft, gilt aber als Ausdruck für den Unmut im Kongress. Trump hatte den Militäreinsatz gegen Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung befohlen. Der Präsident hatte die Abstimmung schon vor Wochen als „unpatriotisch“ verurteilt und dem Kongress vorgeworfen, die laufenden Verhandlungen mit Teheran zu behindern. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Senator John Kennedy, Trump sei bei dem gemeinsamen Mittagessen hinter verschlossenen Türen am Mittwoch „wütend wie eine Hornisse“ gewesen. Laut anderen Teilnehmern trug der Präsident eine lange Liste von Beschwerden und Beanstandungen vor. Stunden später stimmten laut dem Sender CNN die beiden republikanischen Senatoren Rand Paul und Bill Cassidy, die tags zuvor noch für eine Einschränkung der Befugnisse des Präsidenten gestimmt hatten, wieder in Trumps Sinne ab. Dieser äußerte sich daraufhin erfreut: „Diese Abstimmung ist eine Warnung an Iran“, schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social.Uli PutzIran warnt Schiffe vor Durchfahrt ohne Genehmigung Iran hat Schiffe davor gewarnt, ohne seine Genehmigung die Straße von Hormus zu passieren. Die „einzige zulässige Route“ durch die für den Welthandel wichtige Meerenge werde „von der Islamischen Republik Iran bekanntgegeben“, teilte die iranische Revolutionsgarde am Donnerstag mit. Eine Durchfahrt ohne Genehmigung sei „inakzeptabel und gefährlich“. Eine Abstimmung mit der ‌Marine der Revolutionsgarden ‌über Funk sei zwingend erforderlich. Gegen Schiffe, die sich nicht an diese Vorgaben halten, kündigte die Revolutionsgarde Maßnahmen an.Uli PutzSüdkorea: Fünf weitere Schiffe verlassen Straße von HormusFünf weitere von Südkorea betriebene Schiffe haben nach ‌Angaben des Schifffahrtsministeriums in Seoul die Straße von Hormus verlassen. Eines der Schiffe sei auf ‌dem Weg nach ‌Südkorea, teilt die Behörde mit. Die Namen der Schiffe werden auf Bitte der Reedereien und ​Besatzungen nicht genannt. Insgesamt befinden ⁠sich den Angaben zufolge noch 13 südkoreanische Schiffe mit 87 Besatzungsmitgliedern ​in der Meerenge. Südkorea führe Gespräche mit ⁠anderen Ländern, um ‌auch diesen Schiffen eine sichere Ausfahrt zu ermöglichen. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben ⁠zufolge rund 72 ⁠Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl ⁠die ​Straße ⁠von Hormus bereits passiert. Die ​Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögert sich ‌jedoch laut den USA wegen iranischer Minen ​in der Meerenge.Trump lobt Rutte und übt Kritik an NATO-Partnern Der amerikanische Präsident Donald Trump hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte gelobt, aber abermals mehrere Partner des westlichen Militärbündnisses kritisiert. Rutte sei großartig, sagte Trump am Mittwoch im Oval Office in Washington, wo er Rutte empfing, um den NATO-Gipfel in zwei Wochen vorzubereiten. Jeder habe Respekt vor ihm. Weiter sagte Trump, Rutte habe nichts damit zu tun gehabt, als es zum jüngsten Zerwürfnis zwischen dem Präsidenten und europäischen NATO-Staaten gekommen sei. Er sei kaum beteiligt gewesen, so Trump. Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Spanien hätten ihn aber sehr enttäuscht. Man habe im Irankrieg deren Hilfe zwar nicht gebraucht, doch sei es falsch gewesen, Hilfe zu verweigern, obwohl Amerika so viel Geld für den Schutz Europas ausgebe. Trump sagte, ohne Rutte und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wäre er nicht zum NATO-Gipfel in Ankara gefahren. Erdogan habe ihn angerufen und gebeten, zu kommen. Rutte verteidigte die Europäer: Trotz Trumps Enttäuschung über deren Verhalten im Irankrieg wolle er doch darauf hinweisen, dass die Europäer sich an ihre Zusagen hielten und ihre Verteidigungsausgaben erhöhten. Trump erwiderte, man werde beobachten, ob sie wirklich ihre Ausgaben auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung steigerten. Israel meldet Angriffe auf mutmaßliche Hizbullah-KämpferDie israelische Armee hat am Mittwoch zum zweiten Mal binnen weniger Stunden mutmaßliche Mitglieder der Hizbullah-Miliz in dem von ihr kontrollierten Bereich im Süden Libanons angegriffen. „Vor kurzer Zeit wurde ein Fahrzeug mit Verdächtigen identifiziert, das die Sicherheitszone im Gebiet des Gebirgskamms Ali al-Taher durchfuhr und das eine Bedrohung für israelische Soldaten darstellte“, teilte die Armee mit. „Nach der Identifizierung“ habe die israelische Luftwaffe die Verdächtigen angegriffen, „um die Bedrohung zu beseitigen“, hieß es weiter. Wenige Stunden zuvor hatte die Armee im Gebiet desselben Gebirgskamms einen Angriff auf „zwei bewaffnete Hizbullah-Terroristen“ vermeldet. Libanesische Staatsmedien berichteten, zwei Menschen seien bei dem Drohnenangriff im Gebiet Nabatije getötet worden. Die Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund einer fünften direkten Verhandlungsrunde zwischen Israel und Libanon in Washington, die ein Ende der Kämpfe herbeiführen sollen. Die pro-iranische Hizbullah -Miliz lehnt die Verhandlungen ab.Oman richtet temporären Seekorridor durch Straße von Hormus ein Oman hat in Abstimmung mit der Weltschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) einen temporären Seekorridor für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus eingerichtet. Das geht aus einer Seefahrtswarnung des omanischen Hydrographischen Amts und der omanischen Marine hervor. Darin heißt es, die Maßnahme solle die Freiheit der Schifffahrt durch einen der weltweit bedeutendsten Meerengen sichern und gleichzeitig erhöhten Sicherheitsbedenken Rechnung tragen. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Durchfahrt weiterhin gebührenfrei bleibt. Die Regelung steht demnach im Einklang mit jüngsten Vereinbarungen im Rahmen von Bemühungen zwischen den USA und Iran. Die Straße von Hormus gilt als einer der strategisch wichtigsten Seewege der Welt – rund ein Fünftel des global gehandelten Erdöls wird durch die Meerenge zwischen Oman und Iran transportiert. Israel: Tunnel in Ostjerusalem entdecktDie israelische Polizei hat in der Nähe eines Kontrollpostens in Ost-Jerusalem einen 25 Meter tief gelegenen Tunnel entdeckt, der vermutlich Terrorzwecken dienen sollte. Das berichtet die Zeitung „Haaretz“ unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden. Der Tunnel sei vom Westjordanland aus in Richtung israelisches Territorium gegraben worden, hieß es weiter. Spuren im Tunnel hätten zur Festnahme zweier palästinensischer Männer geführt.Im Gazastreifen hatte die islamistische Hamas ein umfangreiches Tunnelnetz errichtet, das sowohl als Versteck, Schmuggelroute für Waffen und anderes Material und unterirdische Kommandoposten diente. Nach dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 waren auch mehrere der in den Gazastreifen verschleppten israelischen Geiseln in den Tunneln gefangengehalten worden.Unterdessen berichtete das israelische Militär, dass in der Nacht im Gazastreifen bei einem israelischen Luftangriff vier Raketenwerfer zerstört worden seien. Terrorgruppen hätten sie während der jüngsten Waffenruhe errichtet, hieß es.Israel will besetzte Gebiete an libanesische Armee übergebenIsrael und Libanon sprechen Vertretern beider Länder zufolge über einen ​von den USA unterstützten Plan, wonach israelische Truppen Teile der im Krieg mit der Hizbullah besetzten Gebiete an die libanesische Armee übergeben sollen. Die beteiligten libanesischen Soldaten würden von den USA ausgebildet und überprüft, ⁠um Verbindungen zur vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auszuschließen, sagen israelische Regierungsvertreter. Israel werde jedoch eine militärische Präsenz in einer Pufferzone entlang der Grenze aufrechterhalten. IAEA: Iranische Atomanlagen werden inspiziertDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wird nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi Irans Atomanlagen inspizieren. Dies sei Teil des Rahmenabkommens zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, betonte er. „Ob das übermorgen, nächste Woche oder in zehn Tagen passiert, ist eine wichtige, aber keine essenzielle Frage. Es wird passieren“, sagte er am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei dem Unfall-Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Japan.Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Dienstag in Teheran gesagt, dass aktuell keine Inspektionen kriegsbeschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Dazu gehören unter anderem die Anlagen, in denen beinahe atomwaffentaugliches Uran gelagert wird.Der IAEA-Chef verwies hingegen auf die US-iranische Rahmenvereinbarung, wonach das Uran unter der Aufsicht der IAEA zumindest verdünnt werden soll. Dies sei von den Staatsoberhäuptern des Irans und der USA vereinbart worden. „Dazu müssen wir klarerweise inspizieren“, sagte Grossi. In Kürze würde an den entsprechenden Zeit- und Ablaufplänen gearbeitet, sagte er. Die Inspektionen würden in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung durchgeführt, betonte er. Ölpreise fallen weiter Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August rutschte im frühen Handel zeitweise unter 76 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Zuletzt stand die Notierung bei 76,75 Dollar und damit etwa ein halbes Prozent tiefer als am Vortag. Am vergangenen Freitag war der Preis für Nordseeöl noch über 80 Dollar gehandelt worden.Mittlerweile wird Rohöl der Sorte Brent nur noch knapp über dem Niveau gehandelt, das vor dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar herrschte. Fabian DrahmouneVor Treffen mit Trump: Rutte lenkt Fokus auf europäische Unterstützung im IrankriegKurz vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung mehrerer europäischer Länder für die Vereinigten Staaten während des Irankriegs hervorgehoben. „Was die NATO angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von Militärstützpunkten und um Überflugrechte.Nach Angaben Ruttes gab es während des Irankriegs auf Stützpunkten in europäischen Ländern mehrere tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen. Der Kontinent sei für die Vereinigten Staaten eine „Plattform der Machtprojektion“. Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europäischen Stützpunkte wegen ihrer geografischen Nähe Einsätze des US-Militärs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software