Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesOman: Keine Gebühren an der Straße von Hormus geplant Dementis zu israelischem Truppenabzug in Südlibanon Trump-Regierung fordert vom Kongress 87,6 Mrd Dollar auch für Iran-KriegÖlpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs Israel und Libanon: Verhandeln über Zukunft besetzter GebieteIran greift Containerschiff in der Straße von Hormus an – Verkehr kurzfristig gestopptIran hat ein Containerschiff im Golf von Oman angegriffen, das die Straße von Hormus durchquerte. Eine Drohne traf das Schiff Ever Lovely des taiwanischen Reederei-Konzerns Evergreen Marine an der Brücke, wie US-amerikanische und iranische Behörden bestätigen. Der Angriff ereignete sich auf der Route entlang der omanischen Küste, die viele Schiffe zuletzt nutzten, um iranische Gewässer zu umgehen. Die iranische Revolutionsgarde hatte Schiffe zuvor ausdrücklich gewarnt, diese Ausweichroute zu meiden. „Diese Route ist inakzeptabel und äußerst gefährlich“, heißt es in einer Erklärung der Garde. Der Angriff stoppt den Schiffsverkehr durch die für den globalen Öl- und Gashandel entscheidende Meerenge und ist gleichzeitig ein Dämpfer für US-Präsident Trump. Dieser behauptet weiterhin, Iran kontrolliere die Straße von Hormus nicht mehr. Die Ölpreise steigen nach dem Vorfall um mehr als zwei Prozent. Die UN-Sonderorganisation IMO setzt infolge des Angriffs ihren laufenden Evakuierungsplan für Seeleute vorläufig aus. Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärt, er wolle zunächst prüfen, ob die nötigen Sicherheitsgarantien für die rund 11.000 betroffenen Seeleute weiterhin bestehen. Die IMO hatte den Plan erst am Dienstag gestartet, noch am selben Tag passierten erste Schiffe die Meerenge. Wie sich der Angriff auf die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über die Kontrolle der Straße sowie über das iranische Atomprogramm auswirkt, ist unklar. US-Außenminister Marco Rubio trifft sich derweil in Bahrain mit arabischen Golfstaaten, um deren Sicherheitsbedenken zu besprechen. Israel erteilt Abzug aus Sicherheitszonen eine Absage Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz lehnt einen Truppenabzug aus Libanon trotz internationalen Drucks ab. Die Armee werde so lange wie nötig in den Sicherheitszonen des Nachbarlandes, in Syrien und im Gazastreifen bleiben, sagt Katz. Ein Rückzug aus diesen Gebieten komme nicht infrage. Oman: Keine Gebühren an der Straße von Hormus geplant Für die Durchfahrt der Straße von Hormus sollen nach Angaben Omans keine Gebühren erhoben werden. „Zukünftige Regelungen mit Blick auf die Straße (von Hormus) beinhalten keine Erhebung irgendwelcher Transitgebühren“, teilte Omans Außenminister Badr al-Busaidi mit. Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran habe das Ziel, dort die Freiheit der Schifffahrt und sichere Durchfahrt zu gewährleisten.Der Verkehr auf dem wichtigen Seeweg kam im Zuge des Iran-Kriegs faktisch zum Erliegen. Im ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass Iran während der 60-tägigen Verhandlungen eines endgültigen Abkommens keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll Iran mit dem Oman aushandeln – unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch.Iran hat unterdessen neue Regeln für die Zukunft signalisiert. Für einen Zeitraum von 60 Tagen würden keine Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority auf der Plattform X mit – ein Anzeichen, dass Teheran sich längerfristig für die Erhebung von Gebühren einsetzen könnte, etwa nach Ablauf der 60 Tage langen Verhandlungen. Libanon: Erneut zwei Tote bei israelischem Drohnenangriff Bei einem israelischen Drohnenangriff in Südlibanon werden örtlichen Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Demnach sei das Geschoss in ein Auto eingeschlagen, verlautet aus libanesischen Sicherheits- und Sanitätskreisen. Es ist der zweite Tag in Folge mit einem solchen Vorfall. Am Vortag sind bei einem ähnlichen Angriff trotz einer Waffenruhe mindestens zwei Menschen getötet worden, wie libanesische Sicherheits- und Sanitätskreise der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten. Dementis zu israelischem Truppenabzug in Südlibanon Israel und Libanon haben Angaben der USA über einen Teilabzug israelischer Truppen aus dem besetzten Südlibanon zurückgewiesen. Ein hochrangiger Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Armee werde sich nicht aus der sogenannten Pufferzone zurückziehen. Zudem erklärte ein ranghoher libanesischer Militärvertreter, die Entwicklungen vor Ort zeigten das Gegenteil eines Abzugs. Zuvor hatte ein Vertreter des US-Außenministeriums erklärt, Israel habe als Geste des guten Willens gegenüber der libanesischen Regierung Truppen aus einem Teil der Pufferzone abgezogen.Die USA unterstützen einen Vorschlag für eine „Pilotzone“, in der israelische Truppen besetztes Gebiet an das libanesische Militär übergeben sollen. Ziel sei es, die vollständige und überprüfbare Zerstörung von Waffen und Infrastruktur der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sicherzustellen, hieß es aus dem US-Außenministerium. Die libanesische Armee solle in diese Zone einrücken und die Entwaffnung überprüfen. Dieses Pilotmodell solle dann auf den gesamten Südlibanon ausgeweitet werden, um vertriebenen Familien die Rückkehr zu ermöglichen. Der libanesische Offizier betonte jedoch, die israelischen Truppen würden die Pufferzone weiterhin gegen jeden abriegeln, der sich ihr nähere – auch gegen libanesische Soldaten.Die Gespräche über die Pilotzone sind Teil von Verhandlungen zwischen Israel und Libanon in Washington. Diese Verhandlungsrunde wird jedoch zunehmend von dem diplomatischen Austausch zwischen den USA und Iran überschattet, bei dem die Regierung in Teheran Libanon zu einem zentralen Thema machen will. Rubio sichert Golfstaaten Mitsprache bei Iran-Abkommen zu US-Außenminister Marco Rubio hat den arabischen Golfstaaten zugesichert, dass ihre Interessen bei einem finalen Abkommen mit Iran gewahrt bleiben. Zum Abschluss seiner Nahost-Reise warb Rubio in Bahrain um Vertrauen für die Rahmenvereinbarung der US-Regierung mit der Führung in Teheran. Die US-Verbündeten in der Region stehen der Vereinbarung skeptisch gegenüber. Sie befürchten, die Vereinbarung könnte zu nachgiebig gegenüber Iran ausfallen.Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Kontrolle über die Straße von Hormus, die Iran im Krieg blockiert hatte. "Kein Staat der Welt hat das Recht, Gebühren für die Nutzung internationaler Wasserstraßen zu verlangen", sagte Rubio. Dies werde niemals eine akzeptable Bedingung für ein Abkommen sein. US-Präsident Donald Trump habe dies unmissverständlich klargemacht. Bahrains Außenminister Abdullatif bin Raschid Al-Sajani begrüßte bei dem Treffen Pläne des Oman für einen sicheren Schiffskorridor durch die Meerenge. Rubio hatte zuvor die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait besucht, um auch dort Bedenken zu zerstreuen. "Wir werden nichts tun, was die Sicherheit unserer langjährigen Verbündeten in der Region gefährdet", erklärte er in Kuwait.Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind von Widersprüchen geprägt. Während Trump erklärte, Iran habe dauerhaften Atominspektionen zugestimmt, wies Teheran dies zurück. Auch über finanzielle Anreize und die Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gibt es unterschiedliche Angaben. Der Entwurf sieht unter anderem einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar vor, schränkt jedoch das iranische Raketenprogramm nicht ein. Rubio betonte, er werde die Verbündeten auf seiner Reise nicht um finanzielle Beiträge für den Fonds bitten, obwohl eine entsprechende Absichtserklärung dies nahelegt.Berichte: Verkehr durch Straße von Hormus zeigt erste Normalisierung Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zeigt Analysen zufolge erste Anzeichen von Normalisierung. 70 Durchfahrten zählte der Datenanbieter Kpler am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs waren es täglich mehr als 100 gewesen. Der Datenanbieter Windward schrieb in einer Analyse, kommerzieller Verkehr in der Straße von Hormus nähere sich „funktioneller Normalität“ an. Der Anbieter berichtete von mehr Aus- als Einfahrten. China sei das Hauptzielland für ölexportierende Schiffe.Südkorea: Fünf weitere Schiffe verlassen Straße von HormusFünf weitere von Südkorea betriebene Schiffe haben nach Angaben des Schifffahrtsministeriums in Seoul die Straße von Hormus verlassen. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach Südkorea, teilt die Behörde mit. Die Namen der Schiffe werden auf Bitte der Reedereien und Besatzungen nicht genannt. Insgesamt befinden sich den Angaben zufolge noch 13 südkoreanische Schiffe mit 87 Besatzungsmitgliedern in der Meerenge. Südkorea führe Gespräche mit anderen Ländern, um auch diesen Schiffen eine sichere Ausfahrt zu ermöglichen. In den vergangenen 24 Stunden haben US-Angaben zufolge rund 72 Schiffe mit insgesamt etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus bereits passiert. Die Rückkehr zu normalen Öltransporten verzögert sich jedoch laut den USA wegen iranischer Minen in der Meerenge.Trump-Regierung fordert vom Kongress 87,6 Mrd Dollar auch für Iran-KriegDie US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Kongress am Mittwoch um zusätzliche 87,6 Milliarden Dollar gebeten, die größtenteils für den Krieg gegen Iran bestimmt sind. Der auf der Internetseite des Weißen Hauses veröffentlichte Antrag sieht 67,15 Milliarden Dollar für das Militär vor. Davon sollen 21 Milliarden Dollar in die Beschaffung von Munition und die Stärkung der Rüstungsindustrie fließen, teilte das Weiße Haus mit. Die USA haben im Iran-Krieg große Bestände an Munition verbraucht.Ölpreise auf Tiefstand seit Beginn des Iran-Kriegs Die Ölpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar. Wichtiges Ölfeld im Irak stellt Betrieb einAls Folge des Iran-Kriegs hat eines der wichtigsten Ölfelder im Irak seinen Betrieb einstellen müssen. Der Betreiber des Ölfelds West Qurna-2 in der südirakischen Provinz Basra teilte mit, die Rohölförderung und der Lagerbetrieb seien vollständig eingestellt worden. Das Unternehmen verwies zur Begründung auf die unvorhersehbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs in der Region, etwa die fehlende Verfügbarkeit von Öltankern.Der Irak hatte seine Rohölproduktion bereits im März gedrosselt und wegen der Folgen des am 28. Februar ausgebrochenen Krieges zwischen Iran, den USA und Israel für bestimmte Ölfelder den Force-Majeure-Fall erklärt. Libanon: Zwei Tote bei israelischem Drohnenangriff trotz Waffenruhe Bei einem israelischen Drohnenangriff im Süden Libanons sind örtlichen Angaben zufolge trotz einer Waffenruhe mindestens zwei Menschen getötet worden. Demnach sei bei der Attacke ein Auto getroffen worden, heißt es aus libanesischen Sicherheits- und Medizinkreisen. Das israelische Militär prüft die Berichte nach eigenen Angaben. Die Armee hatte mitgeteilt, die Luftwaffe habe bei einem anderen Zwischenfall zwei bewaffnete Hisbollah-Kämpfer nahe der von israelischen Truppen kontrollierten Zone im Südlibanon beschossen. IMO: Erste Schiffe passieren Straße von Hormus nach UN-Evakuierungsplan Unter einem neuen Evakuierungsplan der UN-Schifffahrtsorganisation IMO haben erste Schiffe die Straße von Hormus passiert. Dies teilt die International Maritime Organization (IMO) mit. Einzelheiten zu den betroffenen Schiffen nannte die Behörde der Vereinten Nationen (UN) nicht. Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters LSEG zeigten, dass in den vergangenen zwölf Stunden mindestens zwei Schüttgutfrachter und ein Frachtschiff die Meerenge durchquert haben. Zudem bereiten sich mindestens 35 weitere Handelsschiffe auf die Passage vor. Dies geht aus Daten von LSEG und MarineTraffic hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet wurden. Bei den Schiffen handelt es sich vor allem um Schüttgut-, Fracht- und Containerschiffe. Der Evakuierungsplan soll laut IMO Hunderten von Schiffen mit rund 11 000 im Persischen Golf festsitzenden Seeleuten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen.Israel und Libanon: Verhandeln über Zukunft besetzter GebieteIsrael und Libanon sprechen Vertretern beider Länder zufolge über einen von den USA unterstützten Plan, wonach israelische Truppen Teile der im Krieg mit der Hisbollah besetzten Gebiete an die libanesische Armee übergeben sollen. Die beteiligten libanesischen Soldaten würden von den USA ausgebildet und überprüft, um Verbindungen zur von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz auszuschließen, sagen israelische Regierungsvertreter. Israel werde jedoch eine militärische Präsenz in einer Pufferzone entlang der Grenze aufrechterhalten. Streit um Unterstützung im Iran-Krieg: Nato-Chef versucht vor Trump-Treffen Wogen zu glätten Kurz vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung mehrerer europäischer Länder für die Vereinigten Staaten während des Iran-Kriegs hervorgehoben. „Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt“, sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den Krieg gegen Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von Militärstützpunkten und um Überflugrechte.Nach Angaben Ruttes gab es während des Iran-Kriegs auf Stützpunkten in europäischen Ländern mehrere tausend Starts und Landungen von US-Militärflugzeugen. Der Kontinent sei für die Vereinigten Staaten eine „Plattform der Machtprojektion“. Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europäischen Stützpunkte wegen ihrer geografischen Nähe Einsätze des US-Militärs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen.Rutte will Trump heute in Washington treffen – und damit kurz vor dem Nato-Gipfel, der in zwei Wochen in der türkischen Hauptstadt Ankara stattfindet.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
News zu Iran: Iran greift Containerschiff in der Straße von Hormus an – Route vorerst geschlossen
Eine iranische Drohne hat ein taiwanisches Schiff getroffen. Die IMO setzt ihren Evakuierungsplan für 11 000 Seeleute vorläufig aus – und der Schiffsverkehr durch die Meerenge wird gestoppt.













